Yoga im Alltag

Heute geht es um ein Thema, welches uns sehr am Herzen liegt:

Yoga 

Yoga im Alltag um genau zu sein.

 

Uns beschäftigen Fragen, wie:

Wie geht es Euch mit Eurer täglichen Yogapraxis? 

Findet Ihr immer die Zeit dafür und auch die Ruhe?  

Fällt es Euch leicht oder schwer oder ist das Pflichtprogramm des Alltags oft doch einfach übermächtig und hindert Euch am Praktizieren? 

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Jeder von Euch kennt mit Sicherheit diesen Zwiespalt, die Zwiegespräche, die wir mit uns selbst führen. Wir nehmen uns vor, Yoga morgens, vormittags, nachmittags oder abends zu praktizieren und garantiert kommt immer etwas dazwischen; entweder der familiäre Zeitplan zum Beispiel der der Kinder, weil man ja für die Kleinen die Taxifahrerin, Animateurin, Köchin, Trösterin, und vieles mehr ist. Oder der des Mannes, weil er beruflich gerade so viel um die Ohren hat und wir ganz  wunderbare und verständige Frauen sind, die ihn natürlich dabei unterstützen wollen…aber wo bleibt unsere Zeit für unser Yoga?

 

Um uns nicht zu ärgern, schlechte Laune zu bekommen oder uns energielos zu fühlen, sollten wir abwägen was für uns wichtig und nötig ist. 

 

An einigen Tagen ist es zwingend notwendig, für das eigene Wohlbefinden mindestens einen ganzen Kurs zu absolvieren, an anderen Tagen ist es aus Gemüts-Sicht vollkommen  in Ordnung auch einfach “nur” zu meditieren, zu atmen oder beim Putzen des Badezimmers in einer Asana den Körper wahrzunehmen und genau auszurichten.

 

Sich einfach zu spüren.

 

Wir finden: Yoga geht IMMER und ÜBERALL.

 

Yoga ist so viel mehr als nur die Asanapraxis im Yogastudio. Yoga ist auch zur Ruhe kommen, atmen, wahrnehmen, achtsam sein, liebevoller Umgang mit sich selbst und anderen und natürlich das zur Ruhe bringen unserer Gedanken, die sich oftmals verselbstständigen.

 

Hier ein paar Tipps Yoga im Alltag zu integrieren für alle Yoga Anfänger, die für sich bereits bemerkt haben wie gut ihnen Yoga tut, aber nicht wirklich oft die Zeit für Kurse finden und für alle anderen Yoga Fans natürlich auch:

 

Besonders schön und hilfreich finden wir Yoga im Auto: 

Einfach ein paar Minuten früher losfahren und dann beim warten auf das Kind, den Mann, vor dem Einkaufen oder danach um zur Ruhe zu kommen und Energien aufzuladen.

 

Aktivieren der Halswirbelsäule: 

Setze Dich aufrecht hin und atme gleichmäßig durch die Nase ein und aus. Bei dem Einatmen drehe Deinen Kopf nach rechts, bei dem Ausatmen in die Mitte, Einatmen Kopf nach links drehen, Ausatmen in die Mitte und wiederhole diesen Ablauf ein paar Atemzüge und spüre die Entspannung.

 

Wechselatmung: 

Nutze die Zeit kurz im Auto sitzen zu bleiben, vor dem Einkaufen oder vor dem Kinder abohlen, um mit der Wechselatmung Deine Gedanken zur Ruhe zu bringen.

 

Nimm Deinen Zeigefinger und den Mittelfinger der rechten Hand und lege diese auf den Daumenballen, schliesse dann mit dem Ringfinger oder dem kleinen Finger Dein linkes Nasenloch und atme durch das rechte ein.

 

Dann schliesst Du mit dem Daumen der rechten Hand das rechte Nasenloch und öffnest das linke und atmest aus.

 

Links einatmen, schließen, rechts öffnen und ausatmen.

Rechts einatmen, schließen, links öffnen ausatmen. Atme in dieser Abfolge immer im Wechsel ein und aus.

Diese Atmung beruhigt, schult Deine Sinne und deinen Geist.

 

P.S. wenn es sich ungewohnt anfühlt, ist es auch vollkommen in Ordnung diese Atmung einfach in den Gedanken auszuführen.

Probiere es gerne einmal aus.

Baum:  

Nutze die Zeit beim Zähneputzen den Baum zu praktizieren und zwar morgens und abends. Wenn es sich gut anfühlt,schließt Du für einen Moment die Augen und schulst Deine Balance und Deine Muskulatur.

Du stehst sicher und fest im Alltag.

 

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Constanze im Baum

Halbe Vorbeuge:  

Auch beim Kochen kannst du Yoga in Deine Routinen integrieren, beim Zubereiten von Essen mit dem geraden Rücken ( halbe Vorbeuge) Deine Töpfe aus den unteren Schränken zu holen ist eine gute Übung für Deineen unteren Rücken. Auch hier achte auf Dich selbst, wenn es sich gut anfühlt, geh gern noch einmal in die ganze Vorbeuge und nutze diese kurze Pause um ein paar Atemzüge die Gleichmäßigkeit Deiner Atmung zu schulen.

 

 

 

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Melanie in der halben Vorbeuge

 

Natürlich ist diese Asanapraxis in der Küche nicht so ruhig wie in einer Yogaklasse, dennoch kannst Du dich für ein paar Atemzüge konzentrieren und diese effektiv nutzen.

Mondsichel:  

 

Auch schön ist es, sich im Bett -direkt nach dem Aufwachen – in eine Mondsichel zu legen, dafür legst Du Dich zuerst in ein weites X und umfasst dann mit der rechten Hand Die linkes Handgelenk und der rechte Fuß wanderet zu dem linken rüher um Deine Seite und die Flanken zu dehnen, hier hast Du sogar die Ruhe wie in einer Yogastunde und kannst Dich vollständig auf die Atmung  und die Dehnung konzentrieren.

 

Wiederhole auf der anderen Seite.

 

Vorbeuge:  

 

Zu guter letzt, auch immer schön vor dem Schlafen gehen, mit leiser Musik im Hintergrund ,setze Dich in die Vorbeuge und lasse ein paar Atemzüge einfach los, lass Dich mit jeder Ausatmung immer weiter nach unten Absinken und spüre wie Du schwerer wirst.

 

Du hast über den Tag verteilt immer wieder großartige Möglichkeiten Yoga zu integrieren und so kann es jeden Tag wachsen. Du wirst flexibler, kräftiger und trotzdem ruhiger im Geist, jeden Tag ein wenig zu praktizeren ist sehr viel wert und darauf kommt es an.

 

Immer mal wieder 1 oder 2 Asanas in den Alltag zu integrieren ist eine sehr schöne Alternative zu einem kompletten Yogakurs und lässt Dich doch besser fühlen.

 

Schreib uns gern wie Deine Yoga Asanas für zwischendurch aussieht. Teilt die Tipps gern Euren Freunden mit, denen es ähnlich geht und die auch gern ein wenig flexibler und kräftiger werden mögen.

 

Yoga geht immer und überall. 

 

Euer Yogareich

 

Practice an all is coming Sri K. Pattabhi Jois

Unsere Buchempfehlungen zu dem Thema findet ihr hier:

 

 

P.S. bald bei uns im Shop wunderbare Übungssequenzen auf Poster /Karte 

 

Fotos: Michael Hannig Photography

Und auch ein großer Dank an unsere  Models, ihr seid grossartig!

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