Yoga// Wieso Du mit Yoga Geld verdienen darfst*

So ein wichtiges und nicht einfaches Thema.  Als Yogalehrer mit Yoga Kursen Geld verdienen. Wir alle lieben diesen Job und wir unterrichten gern. Wir müssen aber auch Geld verdienen. Es gibt es so viele YogalehrerInnen und noch viel mehr Yogakurse. Die Kurse dürfen nicht zu teuer sein, damit die TeilnehmerInnen in die Kurse kommen; zu günstig aber auch nicht, denn dann verkaufen wir uns unter Wert. Das schlechte Gewissen kommt auch nicht zu kurz.

Du fragst Dich warum ein schlechtes Gewissen? Ich sage es Dir. Wir YogalehrerInnen haben Spass bei der Arbeit. (mir geht es zumindest so und interessanterweise so viel Freude wie noch nie zuvor in irgendeinem anderen Job!) und für Spass bekomme ich doch kein Geld! Und schon gar nicht viel Geld, ein wenig geht schon mal. Als Ausgleich, um die Miete zu bezahlen oder die laufenden Kosten zu decken….. Aber so richtig um sich wohl zu fühlen? Das wäre doch wirklich nicht in Ordnung, oder?!

So geht es so vielen von uns, aber wir brauchen auch einen Ausgleich und das nicht nur emotional und energetisch. Nein, wir brauchen auch Geld. Geld zum Leben. Yogakurse zu unterrichten ist unser Job. Der macht Freude und wir tun etwas Gutes, etwas Gesundes. Und trotzdem oder gerade deshalb. Leben wollen und müssen wir ja auch. Die Miete, Lebensmittel, eine Fortbildung oder unsere eigenen Ausbildungen. Das alles kostet Geld und zwar nicht zu knapp.

Ich bin mir sicher, dieses Phänomen haben nicht nur wir YogaleherInnen, als Bloggerin ist es ganz genauso. Auch hier macht mir die Arbeit irre Spass, ich schreibe gern, merke sogar wie mich das Schreiben berührt, mir hilft meine Gedanken zu sortieren und mich wohlfühlen lässt. Es ist überhaupt nicht stressig, ich kann mir meine Zeit einteilen (ja, ich weiss, darüber bin ich super dankbar!) und wenn ich mal eine Ideenflaute habe, dann schreibe ich halt einen anderen Tag. Ich bin mein eigener Chef und das geniesse ich total.  Also fast wie Freizeit. Und trotzdem. Geld verdienen muss und will auch ich. Denn wenn ich ausschliesslich arbeite aus Freude an dem Beruf, dann finde ich das total sympathisch, nur leider kann ich mir von der Sympathie keine Lebensmittel kaufen. In anderen Berufsgruppen ist dasselbe Phänomen zu erkennen. Die Arbeit macht Dir so viel Spass, das Du Dich  kaum traust, Deinen Chef nach mehr Gehalt zu fragen? Das kann es doch nicht sein!

Dieses irrwitzige Verhalten und Denken wir bereits in jungen Jahren geprägt. Schon als kleines Kind geht es los, in der Schule wird es sogar noch schlimmer. Du musst Dinge lernen, die Dir nicht gefallen und wirst entsprechend dafür gelobt wenn Du das wieder Erwarten gut machst.  Alle Fächer die Dir Spaß machen werden von Lehrern und Eltern heruntergespielt; klein geredet.

Ist doch nur Sport. Schön, das es Dir so einen Spass macht, ABER in Mathe  MUSST Du gut sein. Mathe wist wichtig!

In Mathe dann:

Mathe ist wichtig, bemüh Dich mehr. Macht keinen Spass? Egal. Das MUSS sitzen. Du MUSST mehr üben!

 

So kommen wir schon früh zu dem Entschluss, alles was anstrengend ist, ist wichtig und dort muss ich mich mehr bemühen und dann wird das auch entsprechend belohnt. Alles was uns leicht fällt wird  klein geredet. Kaum wahrgenommen und ist nicht wertvoll. Ich sage Dir, das ist falsch.

Alles was leicht fällt fühlt sich nicht wie Arbeit an, also darf es auch nicht belohnt werden. Weder emotional noch finanziell. Alles was leicht fällt ist Spass und Spass wird nicht bezahlt.

 

Kennst Du das? Was machst Du beruflich? Hast Du Dir schon einmal überlegt, ob Dein Job Dich ausfüllt oder hast Du unerfüllte Träume, die Du schon als Kind nicht ausleben konntest? Dann lass Dir gesagt sein, Arbeit darf und soll sogar Spass machen. Arbeitszeit nimmt einen riesengrossen Teil der Zeit Deines Lebens ein. Wenn Du da ausschliesslich Sachen machst, die Dich anstrengen, dann wirst Du nie im Gleichgewicht sein.

 

Arbeit soll beflügeln und Dich ausfüllen, Dich glücklich machen, nicht stressen!

 

Und genau aus dem Grund fühlen wir uns auch so schlecht, wenn die Arbeit leicht fällt und wir dabei dann auch noch Geld verdienen! Wir denken, sie ist es nicht wert.  Wir müssen lernen umzudenken. Den Stress reduzieren und es unseren Kindern andersherum beibringen. Das was Dir gefällt und Spass macht wird gestärkt. Dinge, die Dich ausfüllen im Geist und in den Emotionen, die Dich nicht stressen. Das heisst nicht, daß Du Bruchrechnen und Rechtschreibung nicht können solltest.  Das ist nicht die Lösung. Es heisst vielmehr, das Du für Dinge in denen Du gut bist und die Dir leicht fallen auch wertgeschätzt werden darfst. Genauso wie in Dingen die Dir nicht ganz so leicht fallen.

Beides ist wichtig. 

 

 

 

Remo Rittiner  spricht in diesem Video über die Magie der geistigen Ausrichtung, die dein Handeln und Ergebnisse verursacht. Und genau das ist es. Wenn Du ausgerichtet bist, genau weisst, was Du machst und magst. Wenn Du Dir darüber bewusst bist, wo Deine Stärken liegen und auch Deine nicht ganz so starken Seiten, genau dann kannst Du die Kraft nutzen. Die Kraft aus Deiner Mitte, aus Deinem Sein. Dann können Dir Dinge gelingen. Dann kann es sein, das auf einmal auch Dinge,die Dir nicht so leicht gefallen sind auf einmal doch Spass machen. Und ich sage Euch das ist so wichtig. Denn Dinge zu tun, die Dir leicht fallen, die Dich ausfüllen und Die Dir liegen macht glücklich. immer nur daran zu arbeiten was Dir nicht leicht fällt stresst und Stress schadet.

 

Also meine Lieben, geht einmal in Euch.

Was macht Dir Spass, was gelingt Dir gut? Was hast Du als Kind gemocht und welches war Dein Lieblingsfach? Ist es das was Du heute auch als Arbeit gewählt hast? Wenn nicht, warum nicht? Wenn ja, wie fühlst Du Dich dabei. Hast Du das Gefühl es ist ok das Deine Arbeit Dir leicht fällt und dafür dann auch noch Geld zu bekommen?

Ich finde, wir sollten alle das tun was uns glücklich macht und genau damit dürfen und sollen wir auch entsprechend Geld verdienen. Dinge die Dir leicht fallen sind es wert honoriert zu werden!

 

Namastè Deine

 

Yogalehrerin-aus-hamburg-Bloggerin

*Dies ist der letzte Beitrag im Rahmen meiner Zusammenarbeit mit Remo Rittiner. Dies beeinflusst aber in gar keiner Weise meine Gedanken und meine Meinung. Ich finde Deine Videos grossartig und bin mir sicher, Du hast Deine Berufung gefunden, lieber Remo!

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Sunita Ehlers
Auf dem Yogareich Blog schreibe ich, Sunita, über Themen rund um einen gesunden Lifestyle. Ich bin ausgebildete Yogalehrerin (AYA), aktive Referentin der Yogalehrerausbildung, Yoga & Lifestyle Bloggerin und Podcasterin (Living a good - healthy - Life)
Zu meinen Themen & Kursgebieten gehören Hormonyoga/Personal Training/ Vinyasa Yoga/Hatha Yoga/Yin Yoga/ Ayurveda Yoga / Meditation und alles was zu einem achtsamen Leben dazugehört.
Ausbildung:
Studium der Personal-und Organisationsentwicklung
Ausbildung zur Kauffrau im Luftverkehr
Heilerzieherin
Ich liebe das Schreiben und sehe es als Ausdruck dessen, was mir am Herzen liegt.Wenn Business Spaß macht ist es ein unglaubliches Gefühl. Authentizität und Liebevoller Umgang sind mir genauso wichtig, wie soziale Verantwortung. Aus diesem Grund engagiere ich mich ehrenamtlich bei Lokstedt in Motion, einem Projekt zur Integration geflüchteter Kinder durch Yoga(Organisation & Yogakurse) und EBY Eat_Breathe_Yoga, Yoga bei Essstörungen (Projektleitung, eine Initiative von Yoga für alle e.V.)

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