Yoga/ Spirituelle Namen – Nomen est Om (en)

Nomen est Om (en) und warum gibt es eigentlich spirituelle Namen, wenn wir doch alle schon einen Namen haben?

Spirituelle Namen sind in der Yoga Welt sehr beliebt und gleichzeitig von aussen oftmals leicht belächelt. Viele heissen Devi, Dirana oder Dhana, auch Gurmukhis und Gurmukhus gibt es einige.

Ganz gleich ob Mann oder Frau, in einigen Yogaschulen und Ausbildungsstätten werden die spirituellen Namen vergeben und angenommen. In anderen wiederum nicht.

Was ist ein spiritueller Name?

Ein spiritueller Name kann Dir gegeben werden, im Rahmen einer Weihe oder einer Zeremonie. Du kannst ihn Dir aber auch selber aussuchen. Er muss ja immerhin zu Dir passen. Sich einen spirituellen Namen geben zu lassen, von einem Lehrer oder einem Ausbilder heisst nicht zwangsläufig das Du ihn auch tragen musst. Nein, das entscheidest Du letztendlich selber. Ganz anders ist es mit dem Namen, den Dir Deine Eltern bei der Geburt ausgesucht haben, den MUSST Du nutzen. Gerade in den ersten Lebensjahren hast Du gar keine Wahl.

 

Sich einen spirituellen Namen geben zu lassen beinhaltet nicht die Verpflichtung ihn auch zu nutzen. Wie Du Dich nennst bleibt immer Dir selber überlassen.

Wie aber entstehen spirituelle Namen und warum gibt es sie überhaupt?

Diese Frage bekomme ich öfter zu hören und natürlich auch im Zusammenhang mit meinem Namen Sunita. (Aber dazu später mehr)

  • entweder Du hast einen Guru, der gibt Dir diesen Namen. Er drückt Dein Potential, Deine Bestimmung aus.
  • oder der Name wird aus den Geburtsdaten errechnet und Dir übermittelt

Er drückt aus, das ein neuer, spiritueller Lebensabschnitt begonnen hat. Ein neuer Weg, den Du voller Zuversicht beschreitest hat begonnen. Es gibt alte Traditionen in denen die Namen bei neu beginnenden Abschnitten des Lebens vergeben worden. Siehe einmal die Ehe. Bei der Hochzeit nehmen auch heutzutage noch viele Menschen einen neuen Namen an.

Als ich kurz NACH meiner Hochzeit den Namen Ehlers annahm muss ich gestehen, das es mir wirklich schwer fiel. Nicht, weil ich meinen alten Nachnamen so toll fand, sondern einfach weil es so sehr ungewohnt war. Auch fand ich passt Sunita Hira einfach gut zusammen, Sunita Ehlers war einfach fremd. Wegen der Kinder aber entschied ich mich damals den Namen meines Mannes anzunehmen.

Ein neuer Name bedeutet immer eine Veränderung

Der Name, der Dich spirituell ausmacht setzt sich meist aus dem Zusammenhang mit Deinem Geburtsdatum fest, er drückt Deine Identität aus, er beschreibt Dein Schicksal und wenn Du Dich entschließt, ihn zu tragen dann ist es letztendlich ein Schritt, Deine alten Muster hinter Dir zu lassen, um Dich neuem zuzuwenden.

Eigentlich ein schöner Gedanke. Aber den eigenen Namen dann gar nicht mehr zu nutzen ist schon fast ein wenig merkwürdig. Eben genauso wie nach der Hochzeit, man unterschreibt ganz anders, man meldet sich am Telefon mit dem neuenNamen und alles fühlt sich gar nicht mehr wie man selber an. Nun ist es vielleicht so, das der spirituelle Name Dich so fühlen lälsst als seist Du endlich angekommen, als passe er viel besser zu Dir als Dein Geburtsname.

Das kann durchaus sein.

Für mich jedenfalls war die Umbenennung nach der Hochzeit schon ein Riesen Schritt, daher bin ich mir nicht sicher, ob ich meinen Namen für einen spirituellen Pfad noch einmal ändern würde. Ganz zu schweigen davon ihn dann auch im Yoga-fernen Leben zu nutzen. Letztendlich bleibt es aber jedem selber überlassen.

Ich finde, beides geht. Und eigentlich kommt es auch nicht wirklich auf den Namen an, vielmehr ist das dahinter wichtig.

Nomen est Omen

Oder Namen sind wie Schall und Rauch. Ich für meinen Teil fand meinen Namen – Sunita Hira – früher immer doof. Jeder im Dorf fragte mindesten 2, wenn nicht sogar 3 mal nach. Wie er buchstabiert wird, wie es ausgesprochen wird, woher der Name denn kommt? Puh, als Kind manchmal ganz schon blöd. Aber heute, in einer Großstadt lebend, heutzutage ist der Name schon viel gängiger. Viel eingängiger, viel weniger anders. Und gerade deshalb, weil ich meine Kämpfe mit ihm hatte finde ich ihn mittlerweile umso schöner. Vielleicht ist auch genau das der Grund, warum ich keinen spirituellen Namen annehmen würde. Ich hätte vielmehr das Gefühl, das wenn ich meinen Namen nun wieder ändern würde, ich einen Teil von meiner Vergangenheit vermissen würde.

Mein Vater (er kommt aus Indien) erklärte mir früher, Sunita heisst glänzend. Hira bedeutet Edelstein.  Früher fand man das kaum im www, wenn ich heute danach forsche steht er sogar mit bei den spirituellen Namen. Ein indischer Name, der soviel heisst wie die Wohlerzogene. (Gut, das ich das früher nicht wusste. Denn so gut erzogen war ich nicht wirklich)

Hier nur ein paar wenige Beispiele für spirituelle (Sanskrit) Namen:

  • Amari, die Unsterbliche
  • Amrita Devi, die Göttin der Unsterblichkeit
  • Chandra, hell, schön
  • Dhanya, die Glückverheissende
  • Kali, die schwarze Göttin
  • Kamala Devi, die Lotusgöttin
  • Madhavi, die Honigartige
  • Satya Devi, die Göttin der Wahrheit u.v.m.

 

 

Hast Du einen spirituellen Namen oder ein bestimmtes Gefühl zu Deinem (einem) Namen? Geht es Dir ganz anders als mir und die Vorstellung den Namen zu wechseln gefällt Dir gut? Lass es mich wissen.

Namsate Deine

Yogareich, Dein Blog über Yoga, Gesundheit und alles was Dich bewegt.

Sunita Ehlers

Auf dem Yoga – reich Blog schreibe ich, Sunita, über Themen rund um einen gesunden Lifestyle. Ich bin ausgebildete Yogalehrerin (AYA), aktive Referentin der Yogalehrerausbildung, Yoga & Lifestyle Bloggerin und Podcasterin (Living a good – healthy – Life)

Zu meinen Themen & Kursgebieten gehören Hormonyoga/Personal Training/ Vinyasa Yoga/Hatha Yoga/Yin Yoga/ Ayurveda Yoga / Meditation und alles was zu einem achtsamen Leben dazugehört.

Ausbildung:

Studium der Personal-und Organisationsentwicklung

Ausbildung zur Kauffrau im Luftverkehr

Heilerzieherin

Mir ist wichtig, das es nicht nur um das Geld verdienen geht, der Spass an der Sache und auch die soziale Mit-Verantwortung liegen mir sehr am Herzen. Aus diesem Grund engagiere ich mich ehrenamtlich bei Lokstedt in Motion, ein Projekt zur Integration geflüchteter Kinder durch Yoga(Organisation & Yogakurse) und EBY Eat_Breathe_Yoga Yoga bei Essstörungen (Projektleitung, eine Initiative von Yoga für alle e.V.)



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