Yoga//So schafft es Mama auf die Matte – 6 Tipps für Deine Home-Practice

 

Der liebe Alltag als Yogamama, zwischen Mama sein und Self-Quality Time

Fällt es Dir manchmal schwer, den richtigen Zeitpunkt für Deine Praxis zu finden? Weißt Du weder wann noch wo Du praktizieren sollst oder ist es so wie bei mir Zuhause, Du freust Dich auf eine ruhige Praxis und die lieben Kids wollen mit auf die Matte und dann turnen sie und NICHT DU? Ich glaube, jede Mutter hat dieses oder ein ähnliches Szenario bereits einmal erlebt und daher lest ihr heue auf dem blog einen Artikel von Antje die auf ihrem yogamamiblog über das Mutter sein schreibt, Antje ist selber Yogalehererin, Yogaschülerin, Mutter und Bloggerin und hat hier ein paar wertvolle Tipps für Dich zusammen geschrieben, wie es trotzdem funktioniert. Ein Beitrag über Self-Practice und Self-Quality Time.

So schafft es Mama auf die Matte – 6 Tipps für Deine Home-Practice

Im Mama-Alltag scheint es manchmal nahezu unmöglich, sich kleine „Wohlfühl-Einheiten“ zu schaffen. Für mich persönlich ist das Zeit für Yoga zu haben, einen Kaffee auf der Terrasse in der Sonne zu trinken oder mal in aller Ruhe die Nägel zu lackieren. Doch vor allem die Yogapraxis ist mir besonders heilig.

Bevor ich Mama geworden bin, habe ich mir jeden, wirklich jeden Morgen Zeit dafür genommen. Hatte ich einen besonders frühen Termin, habe ich den Wecker einfach noch viel früher eingestellt und bin eisern auf die Matte gegangen. Auch wenn ich krank war, habe ich meine Yogamatte ausgerollt und die Asana-Praxis dementsprechend gestaltet.

Klar an manchen Tagen, war ich motivierter als an anderen Tagen – aber meine morgendliche Zeit zum „Einchecken“ mit mir selbst, mit meinem Atem und meinem Körper, wollte ich mir nicht nehmen lassen.

Mama auf der Matte im Familienalltag – unmöglich?!

Jetzt sieht das leider anders aus – und sicher geht Dir das manchmal genauso, oder? An manchen Tagen scheint es nahezu unmöglich Zeit für Yoga zu finden.
Schon gar nicht am Morgen.
Die Nacht ist früh vorbei, der Nachwuchs will wahlweise frühstücken, Lego spielen oder durch das elterliche Bett turnen. Selbst wenn es gelingt, dass alle Familienmitglieder den Weg ins Badezimmer gefunden haben und mit Kleidung ausgestattet sind, Pausenbrote geschmiert und die Kinder anschließend im Schulbus sitzen, heißt das noch lange nicht, dass Mama jetzt Zeit für sich hat. Dieses oder ähnliche Szenarien kennst Du wahrscheinlich auch, oder?

 

Fotoquelle Carina Riesch

 

Bleibt natürlich noch der Abend, wenn die Kleinen im Bett sind und süß träumen, um die Matte auszurollen. Wären da nicht auch noch so manche Hindernisse zu überwinden:
Der Partner möchte abends gerne „Quality-Time“ verbringen, vielleicht wartet der Haushalt, der den Tag über liegen geblieben ist, ein Kuchen muss für das Kindergartenfest gebacken werden und irgendwann will man auch einfach mal die Füße hochlegen oder ein heißes Bad nehmen.

So schaffst Du Dir Deine Wohlfühl-Momente auf der Matte

Ein schwieriges Projekt, sich da noch konsequent Zeit für Yoga zu nehmen. Aber nicht unmöglich! Die „Home-Practice“ – also die Yogapraxis zuhause ohne Anleitung, ist eine wertvolle Ergänzung zum Üben mit einem Lehrer. Gerade als Mama ist es einfacher eine kleine Sequenz alleine zu üben, ohne dafür extra das Haus verlassen zu müssen.

Mit ein paar kleinen Tricks gelingt es Dir sicher, die wertvolle Zeit auf der Matte in den Alltag zu integrieren.

1. Prioritäten setzen

Was ist mir wichtig? Kann der Abwasch warten? Welche Dinge müssen erledigt werden, was können andere tun?
Denke dabei immer auch an die Konsequenz Deiner Yogapraxis!
Fühlst Du Dich gelockert, entspannt und ausgeglichen, wenn Du gewischt hast? Oder gönnst Du Dir Yoga als Zeit für Dich, in der Du auftanken kannst?

Wenn Du weißt, wofür Du etwas tust – wird es schon viel leichter umsetzbar.
Denkst Du, dass Du Dich zu Etwas zwingen musst, erinnere Dich an das wohlige, zufriedene Gefühl das Yoga in Deinem Körper und Deinem Geist hinterlässt.
Auch wenn Du abends die Matte ausrollst, und feststellt, wie schrecklich müde Du bist – zumindest hast Du Deine Matte ausgerollt, Deine Befindlichkeit erkannt und kannst dann eine schöne Yoga Nidra Einheit einlegen!

2. Wer hält Dir den Rücken frei?

Keine Mama ist ganz alleine, oder? Sicher unterstützt Dich Dein Partner, wenn Du ihm vermittelst welche Kraftreserven Du freischaltest, wenn Du Yoga üben kannst.
Oder es gibt einen liebevollen Babysitter oder eine leidenschaftliche Oma, die Zeit mit Deinem Mini verbringen würden, die Du für Dich nutzen kannst.

Egal wer oder wie oft jemand Dich hier entlasten kann – gönne Dir den Luxus um diese Unterstützung zu bitten. Du hast es verdient!
Wichtig ist hier nur die Organisation – dafür solltest Du ganz konkret festlegen an welchem Tag, zu welcher Zeit Du Yoga üben willst und dies dann fest vereinbaren. Quasi

3. Ein Date mit Dir Selbst

Dafür solltest Du Dich zuerst fragen, wo sind meine Zeitfenster die ich für Yoga nutzen kann? Wie oft will ich Yoga üben? Täglich oder dreimal die Woche? Während meine Kinder schlafen oder nehme ich sie einfach mit auf die Matte? Wie lang möchte ich üben – 60 oder 6 Minuten? Vielleicht genießt Du es, morgens Yoga zu üben, wenn alle noch schlafen. Du kannst Deinen Wecker etwas früher stellen und die Ruhe nutzen.

Oder lieber am Abend, um den Tag genüsslich und entspannt ausklingen zu lassen.
Egal, welcher Typ Du bist oder was Dir persönlich wichtig ist – wähle die Tageszeit, Frequenz und Dauer die zu Dir passt. Schließlich soll es für Dich umsetzbar bleiben und da macht nur etwas Sinn, dass Du selbst gewählt hast.
Wenn Du festgelegt hast, wann, wie häufig und wie lange Du Yoga üben willst, dann sieh dies wie eine wichtige und feste Verbindlichkeit – eben wie ein Date mit Dir selbst.
Vor allem wenn Du nicht der disziplinierte Typ bist, hilft es Dir eine Routine zu entwickeln.
Dieser Termin kann natürlich einmal ausfallen, beispielsweise wegen Krankheit oder akutem Zeitmangel – checke aber für Dich immer noch einmal Punkt 1 – Prioritäten –

4. Gestalte Deinen Sacred Space

So, Du hast also nun festgelegt wann und wie lange Du Yoga üben kannst. Aber was ist mit dem Wo?
Home-Practice findet zuhause statt und Platz für eine handelsübliche Yogamatte ist in der kleinsten Hütte.

Egal wo dieser Ort ist, versuche ihn für Dich attraktiv zu gestalten. Das muss nicht heißen, dass Du Dir einen dickbäuchigen Buddha aufstellen oder Räucherstäbchen anzünden musst. 
 Vielleicht bist Du eher der Typ für Blumen oder Kerzen.
Ich liebe es zum Beispiel in Richtung Osten, mit Blick aus dem Fenster Yoga zu machen und mich so mit der Kraft der Sonne zu verbinden.

Damit gewinnt der Ort eine gewisse Bedeutung – es ist nicht nur einfach ein Raum in dem eine Yogamatte liegt, sondern es ist ein kleiner heiliger, magischer Platz der nur Dir gehört.

 

Fotoquelle Sunita Ehlers

 

5. Lass keine Langeweile auf der Matte aufkommen

Gerade beim Yoga zuhause, wo kein Lehrer anwesend ist, verfällt man leichter in einen Trott von Haltungen. Überprüfe für Dich genau, wie Deine Asana-Praxis aufgebaut ist!
Gehörst Du zu den Menschen, denen die Inspiration auf der Matte fehlt, übe feststehende Abfolgen. Hier bietet sich natürlich der Sonnengruß an. Dabei kannst Du einfach Variationen einbauen, höre Deinem Körper doch mal ganz genau zu.

Oder schreibe Dir kurz auf, welche Haltungen Du überhaupt nicht magst – und dann übe zwei Wochen lang nur diese.
Bei mir war das zum Beispiel langezeit der Schulterstand – ich habe Salamba Sarvanghasana immer vermieden – also habe ich diese Haltung ganz gezielt über mehrere Wochen geübt und fand es toll, wie gut sich das anfühlen kann, Ungewohntes zu tun.

Eine andere Möglichkeit ist es, sich von bestimmten Themen inspirieren zu lassen: Abends machst Du ruhige, erdende Asanas zum Beispiel aus dem Yin Yoga – morgens kannst Du gut stehende Haltungen, beispielsweise die verschiedenen Kriegervariationen üben.
Pranayama, also Atemübungen und Meditation sollten Deine Home-Practice abrunden.

6. Gib dir Zeit

Wer etwas Ungewohntes beginnen will, der muss sich selbst die nötige Zeit geben. Unser Geist ist manchmal unflexibel und muss sich langsam an das Neue gewöhnen, bis sich eine Routine entwickelt. Erst nach ungefähr 40 Tagen kann man davon sprechen, eine neue Gewohnheit etabliert zu haben.

Bist Du also in der ersten Woche noch mit Feuereifer dabei, aber in den darauffolgenden Tagen verlässt Dich die Motivation, überprüfe noch einmal ob Du vielleicht zu schnell, zu viel von Dir verlangt hast: Es ist sicher schwer umsetzbar, wenn Du vorher nie Yoga zuhause gemacht hast und Dir vorgenommen hast, jeden Morgen eine halbe Stunde zu üben. Mark Withwell sagt, dass bereits 7 Minuten Yoga am Tag reichen.

Beginne mit kleinen Schritten. Lobe Dich jedesmal, wenn Du Dir die Zeit genommen hast und belohne Dich sogar! Gibt es einen leckeren Tee oder eine besondere Süßigkeit, die Du liebst, dann gönne sie Dir nach Deiner Yogapraxis.

Zeit für Yoga ist Dein Luxusgut – gönn ́ es Dir!

Wenn Du Dich jetzt fragst, wieso Du eigentlich diesen ganzen Stress auf Dich nehmen sollst, dann möchte ich Dich noch einmal an die Benefits von Yoga erinnern: Yoga schenkt uns innere Ruhe, wenn wir uns darauf einlassen! Diese Ruhe, die wir im Inneren kultivieren, lässt uns besser mit den Herausforderungen im Außen umgehen. Wir kräftigen unseren Körper, dies dient der Gesunderhaltung und es schenkt uns Selbstbewusstsein. Wir nehmen uns Zeit für uns selbst – purer Luxus für viele Mamas und wichtige Erholung. Wir lernen mit unserem Atem unseren Körper zu steuern, um dies im Alltag zu nutzen. Yoga schenkt uns mit seiner Philosophie außerdem eine wunderbare Sicht auf die Welt.

All ́ dies ist die beste Unterstützung für uns Mamas, dass wir wieder gekräftigt und positiv eingestellt für unsere Kinder, Familien und uns selbst da sein können.

Deine Antje.

 

Fotoquelle Carina Riesch

 

Über Antje Wenzlau:

Antje ist Yogaschülerin, Yogalehrerin und Mutter eines kleinen Sohnes. Auf ihrem Blog und Herzensprojekt Yogamami.blog geht es um Yoga in der Schwangerschaft, mit Baby und mit der ganzen Familie. Mamas finden hier Inspiration für ihr Leben AUF und ABSEITS der Yogamatte, Interviews, Persönliches und vieles Mehr zum Glücklich-Sein!

 

Mehr von Antje findest Du auf yogamamiblog. ́

Namastè Deine

Am Anfang hat mir auch oft ein Buch als Ideengrundlage geholfen, um mit meiner Neu-Mutterschaft auch zuhause praktizieren zu können.. Yoga für Mütter und Babys so fühlt man sich nicht ganz so alleine bekommt ein paar gute Ideen für die eigene Praxis. 

Dein Yogareich, Dein persönlicher Blog über Yoga, Gesundheit und alles was Dich bewegt

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