So schaffst Du es, Deine Gewohnheiten mit neuen, Dir guttuenden Gewohnheiten auszutauschen

So schaffst Du es, Deine Gewohnheiten mit neuen, Dir guttuenden Gewohnheiten auszutauschen

Wisst ihr, was wirklich seltsam ist? Ich mag meine Routinen, meine Gewohnheiten, die Yoga Praxis  am Morgen, das Meditieren am Morgen bringt meine Tag so richtig in Schwung. Und trotzdem finde ich es erstaunlich, wie schwer es mir manchmal fällt diese Gewohnheiten einzuhalten, nämlich genau immer dann, wenn sich am restlichen Ablauf etwas verändert.

 

Gemerkt habe ich es in den letzten Ferien.

Normalerweise beinhaltet mein Morgen IMMER Yoga und Meditation, nur in ganz seltenen Fällen lasse ich es ausfallen und das schon seit einigen Jahren. Tja und wie sieht das in den Ferien aus? Die gesamten Abläufe sind auf einmal total anders, das ist auch gut so; das ist schön, aber ich brauche doch einige Zeit um meinen geliebten Ablauf in die neue Situation wieder mit einzubringen und das ist doch total verrückt, denn sonst klappt es ja auch bestens.

 

ABER ich finde die Routinen auch schön und so nehme ich mir jedes Mal vor, das selbst wenn zum Beispiel Ferien sind, ich – wie sonst auch immer – regelmässig Yoga mache und meditiere und falle tatsächlich jedes Mal auf meinen inneren Schweinehund, auf meine viel früher gelernten Muster rein.

Klar, ich kämpfe ganz tapfer dagegen an. Ich fühle mich gut wenn ich regelmässig praktiziere und dieses Gefühl will ich auch in den Ferien oder gerade in den Ferien auch.  Aber mein innerer Schweinehund will tatsächlich nicht auf mich hören.. puh… ganz schön schwierige finde ich, er braucht Zeit sich an neue Muster zu gewöhnen und ungeliebte findet er irgendwie ganz klasse, das ist doch total unfair, finde ich.

 

Einerseits das Gefühl, das ich kenne und liebe. Es fühlt sich gut an, morgens in Ruhe aufzuwachen, Yoga zu machen, zu meditieren, in Ruhe dann einen Kaffe zu trinken und dann erst die Kinder zu wecken um die beiden für die Schule bereit zu machen. Nicht nur, das es mir hilft am Morgen die Ruhe zu bewahren, die ich da oftmals so bitter nötig habe. Ich finde es einfach schön so zu starten, es fühlt sich gut an. Genau richtig, für mich.

Aud der anderen Seite das Gefühl des endlich einmal etwas länger-schlafen-zu-können.  Auch so wertvoll. Denn in der Schulzeit muss ich jeden einzelnen Tag vor 6:00 aufstehen und das finde ich doch eigentlich viel zu früh.

 

Aber glaubt ihr das? Es fühlt sich tatsächlich  V I E E E L  besser an vor 6:00 aufzustehen als eine oder auch vielleicht mit Glück sogar zwei Stunden länger zu schlafen und dann doch nicht diese gute Gefühl welches Yoga und meditieren auslöst zu haben.  Das finde ich total erstaunlich…

 

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Und daher frage ich mich doch zwangsläufig warum es mir dann trotzdem so schwer fällt auch in solch besonderen Zeiten mich an meinen Routinen, an in den letzten Jahren gelernten Mustern festzuhalten und diese im geliebten Rhythmus zu praktizieren. Die ersten Ferientage rede ich mir ein, das es sich gut anfühlt, mal ein wenig länger im Bett rumzugammeln morgens, dann merke ich das es nicht so ist, denn ich bin  so oder so um 6:00 kurz wach und döse danach eigentlich nur noch so vor mich hin, bin abgelenkt von den Geräuschen um mich herum. Dann brauche ich  noch ein paar weitere Tage  um genau dieses wieder zu ändern, in den Rhythmus des trotz Ferien früh aufstehen wieder reinzukommen.

Warum bin ich so programmiert, das es viel leichter fällt, Abläufe zu Gewohnheiten zu machen, die einem eigentlich NICHT gut tun viel leichter fällt  als Abläufe zu Gewohnheiten zu machen, die einem sehr gut tun?!

Warum kann ich total einfach eine Tüte Chips vertilgen obwohl ich weiss, das sie meinem Körper eigentlich nicht gut tut und warum ist es viel weniger leicht sie einfach ungeöffnet liegen zu lassen?

Warum ist es so einfach gewesen – früher – die Nächte zum Tag zu machen, obwohl man sich am nächsten Tag dann eigentlich gar nicht so gut fühlte? Warum ist es schwerer gewesen einfach zu den anderen zu sagen, geht ihr mal, ich komme nicht mit.?

 

Ich kann Euch sagen, es gibt sicherlich niemanden auf der gesamten Welt, der gleich von Geburt an so ausgeglichen war und ist das er in seinem gesamten Leben so leben wird, wie es am besten  und vor allem am gesündesten für ihn ist. So etwas gibt es nicht. Man lernt im Laufe des Lebens erst, was einem wirklich gut tut und was nicht.  Man lernt seine Gewohnheiten durch Wiederholungen und daher weiss man manche Dinge eben auch einfach erst ein wenig später und hat dann wiederum die Aufgabe, seine bisherigen Gewohnheiten gegen neue, bessere auszutauschen und genau das zeige ich Dir hier.

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Der Verstand prägt sich gelernte Muster und Gewohnheiten ein und wenn diese durch neue Gewohnheiten ausgetauscht werden sollen, müssen diese die alten ganz einfach überlagern und das braucht ein bisschen Zeit. Das braucht Wiederholungen, um die älteren Gewohnheiten in Vergessenheit zu bringen.

Im Yoga und durch Yoga habe ich gelernt, das wenn Du etwas wirklich willst und es Dir gut tut, Du einen Weg für Dich gefunden hast, der gut ist;dass Du dann daran festhalten musst. Nicht auf Krampf, das nicht…aber dennoch bewusst und stetig.  Auch wenn Dir Steine in den Weg gelegt werden, dann überprüfe ob es wirklich Dein Weg ist und wenn ja, dann halte an ihm fest.  

Und so funktioniert es:

Finde also für Dich erst einmal heraus, was für Dich wichtig ist, wo willst Du hin, was willst Du in deinen Gewohnheiten haben und was eben nicht? Überlege, ob Du evtl weniger Süsses essen willst, früher aufstehen willst um vor der Arbeit zu meditieren, ob Du öfter zum Sport gehen willst und entscheide dich dann ganz bewusst dafür.

Überdenke dann einmal wann halten Dich Deine bisher gelernten Gewohnheiten auf, genau das zu tun, was Du willst. Warum schaffst Du es nicht, früher aufzustehen, obwohl Du es eigentlich willst? Hinterfrage Dich hier aber bewerte es bitte nicht, denn wenn Du jetzt denkst: Ich stehe nicht früher auf, weil ich es einfach nicht schaffe, ich nicht so diszipliniert bin oder weil ich so blöd bin und immer zu spät ins Bett gehe.  Dann wird Dir genau diese negative Emotion Dir selbst gegenüber nicht wirklich helfen, ganz genau das zu bekommen, das zu ändern was Du eigentlich willst. Also halte Dich hier mit Bewertungen, vor allem nicht so netten Bewertungen Dir gegenüber zurück und analysiere Deine gelernten Verhaltensmuster erst einmal ganz objektiv und finde heraus, was Du in den Momenten denkst, wenn der Wecker klingelt und Du trotzdem liegen bleibst. Ist es schön warm, bist Du müde? Was genau hindert Dich?

Beginne dann, Dir dieses Gedankenmuster (was Du ja auch erst irgendwann gelernt hast, im Laufe Deines Lebens) einzuprägen. Einige Tage beobachtest Du genau diese Muster ganz bewusst und erkennst, wann sie da sind und erkennst den eingelernten Impuls, des zum Beispiel Liegen-bleibens.

 

Im folgenden Schritt finde heraus, warum Du genau das tust, wie im meinem Beispiel des Liegen-bleibens und eben nicht Aufstehen um zu meditieren, was genau hast Du davon, das Du nicht aufstehst? Ist Deine Belohnung die Wärme des Bettes? Das kann wahrscheinlich jeder gut verstehen! Aber versuche doch nun einmal, genau diese Belohnung mit  dem neuen, dem Muster welches Du viel lieber haben willst zu kombinieren!

Du willst gerne früher aufstehen und vor der Arbeit Yoga machen, meditieren, hast aber herausgefunden, das es Dir unheimlich schwer fällt aufzustehen,weil es so kuschelig warm ist? Dann lege Dir doch einfach eine gemütlich wärmende Strickjacke direkt neben das Bett und ziehe sie direkt an, wenn Du aufstehst. Oder stelle dir abends eine Thermoskanne an das Bett, gefüllt mit heissem Wasser (Kaffe geht natürlich auch) und trinke einen wärmenden Schluck und stehe dann auf, geh auf Deine Yogamatte und praktiziere, meditiere, ersetze Deine gelernten Muster, die Du eigentlich gar nicht mehr haben magst mit neuen und lebe Dein Leben so wie Du es JETZT willst und nicht, so wie Du früher dachtest das Du es willst.

 

Denn eines ist doch klar, JETZT ist wichtig, wertvoll und gut, das was gestern war muss nicht unbedingt dasd sein, was Dir jetzt noch gut tut.

 

Namastè Deine Sunita

 

Ich freue mich, wie immer  über Deinen Kommentar, auch per Mail wie Du es handhabst, mit Routinen, Mustern und Gewohnheiten. Alten und Neuen, was tut Dir gut, was willst Du ändern.

Yogapants von Nyama

 

Yogareich, Dein ganz persönlicher Blog über Yoga, Gesundheit und alles was Dich bewegt….

 

 

 

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