Sei selbst die Veränderung,die Du in der Welt sehen willst

Du musst selbst die Veränderung werden, die Du in der Welt sehen willst – ein schönes Zitat von Ghandi.

Hört sich erst einmal ja eigentlich ganz einfach an und auch logisch, finden wir.

Dennoch passieren in der Welt ja immer wieder Dinge, die eigentlich anders, hilfsbereiter, schöner, freundlicher… hätten gelöst werden können.

 

Da fragen wir uns selbstverständlich, woran das liegt?!

Aber nun erst einmal von Anfang an, denn Astrid hatte in den letzten Tagen zwei Erlebnisse, die wirklich zum Nachdenken anregen:

Letzte Woche auf dem Weg als ich meinen Sohn zur Schule zur Schule brachte, fährt ein paar Autos uns  beiden jemand eine Katze an.Das allein ist schon schlimm, aber noch viel schlimmer war die Tatsache, dass dieser jemand noch nicht einnmal anhielt, sondern einfach weiter fuhr….!

Auch die Autos zwischen uns fuhren einfach weiter,zwar  langsamer, aber niemand hielt an und für jeden war sichtbar…die Katze lebte noch.

Ich erklärte meinem Kind, dass ich DAS nicht übers Herz bringen würde und er jetzt leider zu spät zur Schule käme. Ich hielt an, schaltete das Warnblinklicht an und ging zu der Katze. Sie lebte zwar noch, war so schwer verletzt, dass mir sehr schnell klar war nichts mehr für sie tun zu können außer sie nicht allein sterben zu lassen. Eine auf dem Fahrrad vorbei kommende Frau hielt ebenfalls an und stellte sich zu mir und der Katze. Wir ließen die Katze nicht allein, riefen die Polizei an und durften uns von all den gestreßten Autofahrern, die unseretwegen langsamer fahren mußten, weil wir ja das unerwünschte Hinderniss auf ihrem Weg zur Arbeit waren, anpöbeln lassen.

Den Vogel schoß dann ein Mann ab, der uns mit den Worten”Das Vieh ist doch tot, schafft diese Schxxxkatze von der Straße, sonst mach ich das !” anbrüllte.

Ich konnte es nicht glauben und diese Situation und die Aussage machten mich augenblicklich so wütend, dass ich ihm das auch verbal zeigen mußte….nichts war mehr da von meiner yogischen Ruhe, da half kein “Inhale/Exhale”, kein Wissen über die Yoga Sutras, das Monatsmotto Ahimsa – Gewaltlosigkeit des Yogastudios in dem ich unterrichte….das alles war mir innerhalb von Sekunden mehr als egal.

Ich war fassungslos wie sich so etwas genau vor meinen Augen abspielen konnte und ließ mich leider sofort von der ganzen schlechten Energie dieses Mannes  anstecken.

Die Frau, die mir die ganze Zeit so unterstützend zur Seite stand, erzählte mir sie sei Dänin, würde seit kanpp 20 Jahren in Hamburg leben und leider in den letzten Jahren immer mehr feststellen, dass sich viele Menschen hier eine ganz eigenartige Richtung entwickeln….Hilfsbereitschaft, Mitgefühl, Aufmerksamkeit fehlten ihr hier sehr, während das in Dänemark so ganz anders sei.

Da fragte ich mich zwangsläufig, ist das wirklich so?Liegt es am Land, an der Mentalität, an dem Stress den die Menschen haben, oder woran liegt es?

Werden ein Großteil unserer Mitmenschen immer egoistischer, unaufmerksamer und ignoranter? Sind wir tatsächlich auch schon im Alltag so sehr in der Ellenbogengesellschaft angekommen, die wir ja sonst eigentlich nur aus der Arbeitswelt kennen. Verläßt uns immer mehr unser gesunder Menschenverstand? Sicherlich nicht bei allen ist es so, aber um so wichtiger ist es, dass die, die ihren gesunden Menschenverstand noch einsetzen, mitfühlend und hilfsbereit sind, dieses auch zeigen…öffentlich und für jeden sicht-und hörbar, denn nur so haben wir die Möglichkeit etwas zu verändern und die Welt wieder ein kleines bißchen besser zu machen.

Gestern  früh hatte ich dann das nächste Erlebnis dieser Art.

Ich unterrichte eine Yogastunde in einem Yogastudio, dass sich in einem Ärztehaus befindet. Als ich es gestern früh um kurz vor 9 Uhr betrat, traf ich auf eine Frau vor dem Fahrstuhl in einem Rollstuhl sitzend. Ich fragte sie, ob ich ihr helfen könne. Sie erzählte mir eine Geschichte, die mich ernsthaft an dem Menschenverstand der in der Geschichte vorkommenden Mitmenschen zweifeln lässt.

Sie saß dort bereits fast eine Stunde, weil der Fahrstuh,l der sie in den ersten Stock zur Praxis eines Lungenfacharztes bringen sollte, versehentlich in den Keller beförderte, dann leider nicht mehr funktionierte und sie im Keller festsaß. Sie rief in der Praxis an und bat um Hilfe, man versprach jemanden zu schicken, aber niemand kam. Schließlich hievte sie sich aus dem Rollstuhl und schleppte sich Stufe für Stufe durch die Kraft ihrer Arme die Kellertreppe hoch. Ein Mann der zufällig vorbei kam, holte ihr noch den Rollstuhl hoch, sagte in der Praxis Bescheid und dann begann ihre Zeit des Wartens, aber niemand aus der Praxis kam zur Hilfe.
Ich versprach ihr zu helfen und jemanden dort zu informieren und zu holen.

Letztendlich kümmerte sich jemand aus der Praxis um sie, aber die Reaktionen der Arzthelferinnen in der Praxis waren so verwunderlich, dass ich mich heute nachmittag genötigt fühlte eine Beschwerdemail an die Ärztekammer zu schicken – traurigerweise.

Ich frage mich seit gestern wirklich wie sich Menschen, die Tag täglich mit und für kranke Menschen arbeitet, so wenig mitfühlend und unaufmerksam verhalten kann? Wieso verhalten sich immer mehr Menschen so? Wieso übernehmen sie keine Verantwortung mehr? Was ist das für einen Welt, in der nur reagiert wird, wenn jemand den Mund aufmacht und sich wehrt?

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Wie erlebt Ihr das in unserer aller Gesellschaft? Gibt es bei Euch und in Eurer Umgebung genug Mitgefühl für andere? Genug Aufmerksamkeit untereinander? Genug Liebe und Zuneigung, sodass für jeden Hilfe zur Verfügung steht, sollte derjenige sie brauchen?

 

 

Wir auf alle Fälle, finden das geht so nicht, wir möchten in unserer gemeinsamen Welt Zuneigung, Mitgefühl, Liebe, achtsamen Umgang – mit sich selbst und mit der Umwelt. 

Wir wollen LACHEN, FROH SEIN und MITEINANDER SPASS HABEN, wir wünschen uns eine Welt, die von MITEINANDER, anstelle von Gegeneinander geprägt ist.

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Also ihr Lieben, nehmen wir uns in den kommenden Tagen noch mehr vor, auf andere und auf uns selber acht zu geben, zu erkennen was wir selber brauchen, um uns so gut zu fühlen, sodass wir leicht in der Lage sind anderen zu helfen, Ihnen zur Seite zu stehen, auch in schwereren Tagen. Wir wünschen uns, wenn wir einmal in so misslichen Lagen kommen, dass dann unsere Mitmenschen uns helfen, uns zum Lächeln bringen und uns den Tag versüssen.

Macht ihr mit?

 

Namastè Euer Yogareich

 

Astrid und Sunita

 

P.S. sagt uns gern Eure Meinungen, auch per PN, ist Euch auch etwas aufgefallen in Euren Umgebungen, im Büro oder auf der Strasse?

 

Wir freuen uns über Eure Erfahrungen und darauf, die Veränderung in jedem von uns selbst anzustossen, sodass unsere Welt noch viel schöner wird, als sie ja eigentlich schon ist.

 

 

2 Gedanken zu „Sei selbst die Veränderung,die Du in der Welt sehen willst

  1. Danke für diese Inspiration! Mir fällt dazu der Spruch mit dem Lächeln ein, was ich aussende… Kennt Ihr bestimmt. So halte ich es: ich versuche jedem Menschen erst mal positiv zu begegnen und bin mir sicher, dass ich schon allein damit was bewirken kann.

    Macht weiter so:

    Herzliche Sonnegrüße,

    Anne

    1. Liebe Anne, klasse! Auch das mit dem Lächeln ist eine wundervolle Sache. Es hört sich herrlich an und wir freuen uns sehr wenn der Artikel Dir gefallen hat. Herzlichen Gruß Sunita und Astrid

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