Pranayama to go – Atemtechnik die du unbedingt ausprobieren solltest

Atmung so könnte man denken funktioniert ganz selbstverständlich und das stimmt ja auch. ABER, was genau kann ich damit eigentlich machen und gibt es spezielle Übungen, die eigentlich so einfach sind, das sie aber trotzdem (wieder) erlernt werden müssen.

Das alles erklärt Dir hier Sarah  Scholz von Mach mit Yoga.

Pranayama – TO GO 

 

Du denkst bei Pranayama gleich an hechelnde Menschen oder esoterische Techniken?

Da kann ich dich beruhigen, denn es geht wahrscheinlich den meisten Menschen so.

 

Was ist eigentlich Pranayama?

Pranayama werden die verschiedenen Atemtechniken im Yoga genannt. Das Wort kommt aus den Sanskrit und man kann es in PRANA und AYAMA aufteilen. PRANA bedeutet dabei „Lebensenergie“ und AYAMA „Lenkung, Steuerung“. Im Grunde genommen bedeutet also PRANAYAMA einfach „Lenkung/ Steuerung der Lebensenergie“.

Pranayama ist ein wichtiger Teil der yogischen Philosophie, nämlich des 8-gliedrigen Yoga Pfades. Alle 8 Glieder dieses Pfades greifen ineinander und führen uns nach und nach zur Erleuchtung, zum Samadhi.

 

Es gibt hierbei verschiedene Techniken und einige davon sind dir bestimmt schon in deiner Yogastunde begegnet, z.B. Ujjayi, Kapalabathi, Wechselatmung, Bienensummen.

 

Die tiefe Bauchatmung

Eine der Techniken möchte ich euch heute vorstellen: die tiefe Bauchatmung. Die wahrscheinlich einfachste und doch komplexeste aller Pranayama.

Klingt erstmal vielleicht etwas langweilig und ein hechelndes, lautstarkes Pranayama wirkt auf den ersten Blick exotischer und Kapalabathi klingt auch irgendwie verrückter, aber die tiefe Bauchatmung wird in unserem Alltag und in der Yogastunde oft vernachlässigt und auf jeden Fall unterschätzt!

Die tiefe Bauchatmung ist für viele gar nicht so einfach, wie sie klingt.

 

Denn wann atmen wir schon mal tief in den Bauch? So gut wie nie. Meistens atmen wir in den oberen Brustraum und dies auch in der Regel nicht sehr tief, sondern eher flach und kurz. Die Folge davon: Wir signalisieren unserem Körper Stress und dieser versetzt uns quasi in Kampfbereitschaft. Wir führen unserem Körper weniger Sauerstoff zu und es kann zu Kopfschmerzen, Nackenbeschwerden, Kurzatmigkeit kommen.

 

Doch wie genau kannst du dem entgegenwirken?
Hier kommt die tiefe Bauchatmung ins Spiel. Bei der tiefen Bauchatmung aktivierst du den Parasympathikus, den Teil deines Nervensystems, der für Entspannung zuständig ist. Das bedeutet, die Atmung kann dich entspannen, du bekommst mehr Sauerstoff, eine kostenlose Massage der Bauchorgane und deine Gedanken beruhigen sich.

 

Und wie geht das denn nun?

Ich gebe dir hier  eine kurze schriftliche Anleitung für die Bauchatmung. Die kannst du dir durchlesen und zuhause üben.

 

Übung:

 

Setz dich grade und aufrecht hin, richte die Wirbelsäule lang nach oben auf und beobachte erstmal deinen ganz natürlichen Atem. Atme durch die Nase ein und wieder aus.

Nach ein paar Atemzügen lenke deinen Atem bewusst in deinen Bauch und schiebe die Bauchdecke nach vorne. Mit der Ausatmung sinkt die Bauchdecke wieder Richtung Wirbelsäule.

Mach dies ein paar Atemzüge lang. 

Dann atme mit der Einatmung die Bauchdecke wieder nach vorne und den unteren Rücken nach hinten. Mit der Ausatmung alles wieder loslassen.

Mach dies ein paar Atemzüge lang. 

Dann atme mit der nächsten Einatmung die Bauchdecke nach vorne, den unteren Rücken nach hinten und den Beckenboden nach unten.

Stell dir vor du hast einen roten Luftballon in deinem Bauch, den du mit der Einatmung mit Luft füllst und dieser dehnt sich in alle 3 Richtungen, nach vorne, nach hinten und nach unten aus und füllt deinen gesamten Bauchraum.

 

 

 

Mach diese volle tiefe Bauchatmung so lange, wie es sich gut anfühlt.

 

Was mich so sehr an der tiefen Bauchatmung so sehr fasziniert, ist, dass man sie immer und überall anwenden kann. Im Büro, in der Bahn, beim Gehen oder beim Stehen. Völlig egal, unauffällig und fast nebenbei. Auf den ersten Blick so unscheinbar wie ein Gänseblümchen und doch genauso schön, mit großartiger Wirkung. Mit etwas Übung verschwindet auch der angestrengte, konzentrierte Blick und es zaubert sich ein verträumt er seliger Blick ins dein Gesicht.

 

Also einfach loslegen!

 

Pranayama – TO GO

Viel Freude beim ausprobieren und beim Atmen wünscht Euch

Sarah

 

Über Sarah Scholz:

 

Sarah ist Yogalehrerin und Ausbildungsreferentin, sie organisiert Yoga Retreats und wunderbare Workshops. Ausgebildet als Yogalehrerin der AYA RYT 500 mit Schwerpunkten des Personal Trainings und Yoga für Schwangere.  Sarahs Yogastunden sind voller Empathie und Freude, sie versetzt sich mit Leichtigkeit in ihre TeilnehmerInnen hinein. Ihre Kurse sind mal laut, mal leise, mal anders. (so könnt ihr es auf ihrer Homepage bei MachmitYoga.com lesen.  Mit Musik, die direkt ins Herz geht. Manchmal lustig, manchmal ernst und manchmal lachen wir einfach. Do more things that make you HAPPY!

Ihr findet Sarah`s Retreats, Kursee und vieles mehr hier machmityoga

 

 

 

Am allerliebsten praktiziere ich Atemübungen in einer schönen Umgebung. Ein schöner Raum, an der frischen Luft, am Meer oder im Wald. Überall dort wo Du dich heimisch fühlst fühlt sich diese tiefe Bauchatmung einfach gut an. (natürlich dann im Stehen oder im Sitzen wenn kein Platz zum Liegen ist)

Namastè Deine Sunita

 

Yogareich, Dein persönlicher Blog über Yoga, Gesundheit und alles was Dich bewegt.

 

 

 

Ein Gedanke zu „Pranayama to go – Atemtechnik die du unbedingt ausprobieren solltest

  1. Vielen Dank für die Erinnerung Ich vernachlässige die Atmung sehr, bei Asanas und noch viel mehr im Alltag Ich empfinde die Bauchatmung als eine der schwierigsten Übungen!
    Werde mich ihr die nächsten Wochen wieder annähern!
    Liebe Grüße
    Jenny

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