Lieblingsgeschichten – Die Kuh, die weinte …

Heute möchte ich Euch eine meiner Lieblingsgeschichten aus dem Buch, Die Kuh, die weinte vorstellen.

Es ist eine Geschichte über Vergeben und auch über Herzlichkeit. Beides liegt mir am Herzen. Da, gerade in der heutigen Zeit, viel zu viel gegeneinander getan wird, viel zu wenig miteinander, die Herzlichkeit im Laufe der Jahre, des Lebens  verloren gegangen scheint finde ich es lohnt sich ernsthaft darüber nachzudenken, ob es das ist was Du wirklich willst.

Denn ohne Herzlichkeit, ohne Miteinander ist das Leben doch irgendwie trostlos, wie ich finde..

Aber lest selbst:

Der Kniefall

Wenn uns jemand verletzt, müssen wir ihn nicht selber bestrafen.
Als Christen, Muslime oder Juden glauben wir, dass Gott für eine gerechte Strafe sorgen wird, nicht wahr?

Sind wir Buddhisten, Hindus oder Sikhs, wissen wir, dass das Karma unseren Angreifer mit entsprechenden Maßregelungen versehen wird. Und wenn Sie der modernen Religion der Psychotherapie anhängen, wissen Sie, dass der Übeltäter wegen seiner Schuldgefühle eine jahrelange teure Therapie über sich ergehen lassen muss.

Also warum sollten wir unbedingt selbst diesem Menschen zeigen, wo der Hammer hängt?

Wenn wir uns klug verhalten, brauchen wir nicht als Scharfrichter aufzutreten. Wir genügen unserer öffentlichen Pflicht, wenn wir unsere Wut bezähmen und sie durch Vergebung erkalten lassen.

Zwei westliche Mönche meines Klosters gerieten miteinander in Streit. Einer war ein ehemaliges Mitglied der US-Marines, der im Vietnam Krieg an der Front gedient hatte und schwer verletzt worden war. Der andere war einst ein sehr erfolgreicher Geschäftsmann gewesen, der so viel Geld verdient hatte, dass er sich mit Mitte zwanzig zur Ruhe setzen konnte. Es handelt sich um zwei kluge, starke und zähe Typen.

Eigentlich sollten Mönche nicht streiten, aber daran dachte in dem Augenblick keiner der beiden. Sie standen sich Auge in Auge gegenüber und hatten die Fäuste erhoben. Mönche sollten eigentlich nicht zuschlagen, aber sie waren kurz davor.

Mitten in einem grimmigen Meinungsaustausch fiel der ehemalige Offizier plötzlich auf die Knie und verneigte sich vor dem erschrockenen einstigem Geschäftsmann. Dann blickte er auf und sagte:“ Es tut mir leid. Bitte vergib mir. „

Damit hatte ich einen jener seltenen Fälle beobachtet, bei denen eine Geste unmittelbar von Herzen kommt. Solche Handlungen sind immer spontan und entspringen einer Eingebung, nicht etwa Kalkül. Man kann sie an ihrer Unmittelbarkeit erkennen und an ihrer völligen Unwiderstehlichkeit.

Der ehemalige Geschäftsmann brach in Tränen aus. Wenige Minuten später sahen wir sie als Freunde nebeneinander hergehen.

Quelle:”Die!Kuh,die weinte; von:Ajahn Brahm

Und was sagt mir das?! Das es bedeutend schöner und einfacher, besser und liebevoller ist, wenn man einfach mal sagen kann: ES TUT MIR LEID. Das Leben ist viel zu kurz um sich zu grämen oder mit einer Last auf den Schultern durchzulaufen.

Natürlich kann man NICHT alles einfach so vergessen, aber ich sage Euch, es lohnt sich zu findest daran zu arbeiten..

Ich wünsche Euch einen wundervollen Tag,

Namastè Euer Yogareich

Sunita

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Foto: Michael Hannig Photography

Yogini: Melanie Blaschke

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