Liebevoller Umgang mit seinem Körper; manchmal gar nicht so einfach, oder?

Liebevoller Umgang mit seinem eigenem Körper; manchmal gar nicht so einfach, oder?!

Wer kennt das nicht, in der Pubertät total unsicher, sich selber nie genug, in den 20 -ern so tun als wäre man super selbstbewusst (in Wahrheit ist man es aber absolut nicht),  in den 30 -ern hochschwanger und eigentlich total überfordert mit den Veränderungen, die der Körper da so plötzlich durchmacht und dann mit 40 eigentlich viel zu viele Kilos auf den Hüften, mehr als jemals zuvor, noch mehr überfordert mit den Veränderungen, die der Körper uns aufzeigt – glücklich zwar, aber dennoch nicht übersprudelnd vor Selbstbewusstsein?

 

Ich frage mich, wann denn dann? Wann ist Frau bereit, sich selber wertzuschätzen und das nicht nur im Geiste, sondern mit Haut und Haaren? Ist man immer im Vergleich mit anderen und wenn ja, wozu soll das gut sein?!

Zur Zeit sind Herbstferien in Hamburg und wir sind mit den Mädchen in einem Familienhotel an der Ostsee, das erste Mal das wir in so einem Hotel absteigen, ist herrlich entspannt da die Kinder – gerade beim Essen spielen können, sich selber alles holen können, was ihnen schmeckt und wir Erwachsenen trotz der Lautstärke im Restaurant irgendwie entspannter essen als die letzten Urlaube insgesamt..

 

Auch kommen wir in diesem Familienhotel in den Genuss das Hallenbad jeden Tag nutzen zu können, so können die Mädchen an ihrer Schwimmperformance arbeiten und wir Erwachsenen können versuchen uns mit unseren – trotz Yoga, (meist) gesundem Essen und Sport – irgendwie doch in eine ganz andere Form gekommenen Körpern wohl zu fühlen. Ich weiss nicht, wie es Euch geht aber als Teenager war ich oberschlank, alle sagten immer: Kind, iss doch mal was! und das tat ich auch, aber ich hatte wohl einfach einen guten Stoffwechsel und nahm nicht ein Gramm zu. Im Nachhinein denke ich, ich hatte eine super Figur, aber damals habe ich es  NIE so gesehen, IMMER Sorgen vor allem wenn  ich im Bikini oder Badeanzug schwimmen war und alle mich sehen konnten, immer einen Seitenblick in den Spiegel mit er Unsicherheit ob es wohl einigermassen ok aussehen würde. AHHHH…. An diese Zeit denke ich in Bezug auf diese Situationen so gar nicht gern zurück..

 

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Mit 19 Jahren

Damals noch sehr  im Aussen, unsicher und jung – wie so viele wohl in dem Alter. Dann mit Mitte 20 ähnlich, ein wenig weiblicher schon, dennoch schlank und rank, wovon ich heutzutage nur träumen könnte, trotzdem unsicher und auch gar nicht zufrieden mit meinem äusserlichem Körper.

  • wieso hast du zugenommen?
  • warum sind andere dünner?
  • warum sehen alle besser aus?
  • wie schaffen die das, so auszusehen und ich nicht?
  • …. to be continued…..
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Mit 21 Jahren

 

Traurig eigentlich, wenn man es im Nachhinein – Jahre später – betrachtet, war doch alles gut wie es ist! Ab und an wurde mir gesagt, ich sähe gut aus, den anderen war es vollkommen egal, wieviel ich wog –   komischerweise fühlte mich aber nie gut genug.

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mit 30 Jahren

Mit Mitte 30 war ich Schwanger, 2 Mal kurz nach einander habe ich so um die 25 Kilo zugenommen und dann wieder abgenommen (zumindest nach der 1. Schwangerschaft) und mein Körper hat sich jedes Mal von Grund auf verändert. Noch heute hängen bestimmt 15 Kilo mehr auf den Hüften und am Bauch als vor den Geburten – geändert vom Gefühl her – hat sich nichts, denn ich mache mir immer noch ab und an Gedanken. Nicht mehr so häufig wie vor 10, 20 oder 30 Jahren aber immer noch ab und zu.

 

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mit 35 Jahren

 

Doch damit soll nun Schluss sein!

In den letzten Jahren, je mehr Yoga ich praktiziere, stehe ich immer mehr zu mir selber, vor allem innerlich. Ich  habe mich von vielem getrennt, was nicht oder nicht mehr zu mir passt, schätze mich selber sehr und stehe zu mir selbst. Ich bin wie ich bin und das einigermassen gern, ich weiss was ich mag, wie zum Beispiel

  • einen netten Umgang mit mit, meiner Umwelt und allem was dazu gehört
  • Lachen
  • Lieben
  • Lesen und Lernen
  • Freundlichkeit und Herzlichkeit
  • Hilfsbereitschaft
  • Familie und gute Freunde
  • Yoga, Yoga und Yoga, aber auch Tennis, Tischtennis (schon als Kind), Schwimmen und vieles mehr…

Dennoch sehe und erkenne  ich  deutlich, das es, trotz der vielen guten Gedanken an andere und auch an mich selber, es mir schwerfällt, meinen Körper genauso liebevoll zu betrachten wie meinen Geist und ich komme nicht umher mich zu fragen, ob das etwa ist, was man als schon als Mädchen lernt,  sich selber nicht hübsch genug, dünn genug oder auch dick genug, gross genug, klein genug, nicht …. genug…..

Welche Frau stellt sich öffentlich hin und sagt: Ich sehe toll aus!  Ganz gleich, welche Figur sie hat. Ich kenne davon viel zu wenige!

Warum fällt es den Männern da viel einfacher? Bekommen sie mehr positiven Support als wir Frauen? Oder ist es weil sich der weibliche Körper so oft verändert und wir manchmal nicht genug Zeit haben, um uns gedanklich daran zu gewöhnen, denn mir geht es so; immer wenn ich gerade gelernt habe den jetzigen Körper liebevoller anzunehmen als zuvor, verändert er sich wieder….?

Und das finde ich schade, denn, ehrlich gesagt, finde ich alle sehen toll aus! Wenn ich hier so im Schwimmbad umherschaue sehe ich einen Haufen wunderschöner Menschen, sie lachen und lieben, toben und haben Spass. Sie sehen gut aus, ganz gleich mit welcher Körperfülle! Und dennoch wissen es wahrscheinlich nur die wenigsten  von Ihnen und das möchte ich hiermit ändern.

 

Ich finde, es gibt so viele wundervolle Körper, ganz gleich ob Du dick, dünn, gross oder klein bist. Du bist einzigartig und das ist gut so. Du siehst toll aus und wenn Du es selber (zur Zeit) nicht erkennen kannst, dann lass es Dir von jemand anderem mitteilen.

Ich kann Euch sagen, ich wäre sehr glücklich, wenn ich dieses Wissen schon mit 15, 20 oder 35 gehabt hätte und nicht erst mit 42, das hätte mir viele unsichere Momente erspart und daher gelobe ich  hiermit, mich nicht gedanklich mehr klein zu machen, egal ob ich wie damals viel zu wenig wog, oder wie heute, ein wenig zuviel.

Wir alle sind gut so wie wir sind und egal was wir tun, um uns selber schön zu fühlen, pummelig, weiblich, dünn oder dick sind, es ist doch  nur wichtig, das wir gesund sind und gesund leben, oder?! Denn das Äussere ist vergänglich, das Innere zählt.

Allein schon als Yogalehrerin setze ich mich regelmässig mit dem Körper, der Gesundheit auseinander, auch das ayurvedische finde ich spannend, praktiziere fast täglich und ernähre mich entsprechend – meistens und am Tage zumindest.

Ich kann guten Gewissens sagen, ich spiele gern Tennis, gehe sehr regelmässig zum Yoga, praktiziere fast jeden Tag zuhause und esse gesund; meistens (am Tage, denn je später der Tag, umso mehr habe ich das Bedürfnis nach Süßem …)

Denn in vielen Stunden, wenn die Kinder mich nachts wachgehalten haben mit schlechten Träumen, nicht einschlafen können weil sie Angst vor bösen Monstern haben, viel streiten am Tage, weil sie einfach Lust dazu haben und die Geräusche wohl nicht so doof finden, wie ich sie finde da kann ich manchmal einfach nicht anders und genehmige mir süsse Speisen, die schnell gehen, Schoki, Eis und Co helfen mir dann ein wenig länger wach zu bleiben, ein wenig süßer den langen Tag ausklingen zu lassen, um das Gefühl zu geniessen einen kleinen Moment noch am späten Abend für mich zu haben und das ist OK. Auch wenn es sich auf den Hüften zeigt.  Vor ein paar Jahren war ich in einer Yogastunde und die Lehrerin sagte: lege die Hände auf deinen Bauch und spüre ihn, egal wie er aussieht. (egal ob dick oder dünn), Dein Bauch ist wertvoll und genau richtig, wie er ist; da musste ich fast weinen – so wenig geliebt seitdem er nicht mehr die Form hat wie früher, trotzdem so wertvoll mit 2 wundervollen Geschöpfen gewachsen. Unglaublich wertvoll! Wie recht sie damit hat war mir sofort klar, aber ab sofort will ich es einfach noch mehr wertschätzen, denn das ist WICHTIG

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mit 38 Jahren

 

Daher lasst es Euch sagen: Ihr seid grossartig und wenn ihr es  ahnt,aber Euch noch nicht ganz traut es lauthals rauszuschreien, dann lasst Euch bloss nichts anderes einreden, versucht Euch zu wertschätzen und zu lieben, denn das beeinflusst so  viel! Lebt diesen liebevollen Umgang mit Euch selbst(körperlich UND geistig) und seht was sich damit für Euch positiv verändert. Nicht nur die Selbstwahrnehmung, auch die Wahrnehnumg Eures Gegenübers auf Euch verändert sich und das ist gut so.

Ich jedenfalls werde aufhören meinen Körper zu hinterfragen in der nächsten Zeit; denn nicht nur der liebevolle Umgang mit meinem Geist ist wichig, auch der liebevolle Umgang mit meinem Körper.

 

Liebe Dein Leben.

 

Namastè Deine Sunita

 

P.S.: Lasst mich gern Eure Meinung wissen, wie ging es Euch als Teenie oder jetzt? Fühlt ihr Euch wohl in Eurer Haut und in Eurem Geiste? Auch gern per PN, wie immer..

 

Yogareich, Dein persönlicher Blog über Yoga, Gesundheit und alles was Dich bewegt…..

Sunita Ehlers Yogareich Blog, Yogalehrerin (AYA), Ausbilderin, Bloggerin und Podcasterin (Living a good - healthy - Life) Hormonyoga/Personal Training/ Vinyasa Yoga/Hatha Yoga/Yin Yoga/ Ayurveda Yoga Teacher Studium der Personal-und Organisationsentwicklung Ausbildung zur Kauffrau im Luftverkehr Heilerzieherin

2 thoughts on “Liebevoller Umgang mit seinem Körper; manchmal gar nicht so einfach, oder?

  1. Brita Antworten

    Du bist innen und aussen wunderschön… Der Beitrag auch! ☀️

    1. Yogareich Antworten

      Danke, Du Liebe !

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