Eva Kamm von heil-bewusst-sein.com

Heute erfahrt ihr mehr über Eva Kamm von heil-bewusst-sein.com, ein ehrliches und sympathisches Interview.

Wir freuen uns auf das Event mit Eva im Satyaloka Yoga in Poppenbüttel am 29.11.2015 “Achtsam in den Advent“. Nähere Einzelheiten dazu findet Ihr unter Events.

Yogareich:  

Wie bist Du zum Yoga gekommen und welchen Stil unterrichtest Du?

Eva: 

Ich kam zum Yoga im September 1996. Damals befand ich mich in den Endzügen meines Germanistikstudiums, und zu diesem Zeitpunkt kämpfte ich bereits seit Jahren mit Essstörungen. Ich war total verstrickt in Widerstände und Selbstzerstörung, und “Selbstliebe” war ein unvorstellbares Konzept für mich.

 

Ich sehnte mich zutiefst nach Frieden und nach “etwas”, das Bewegung und Entspannung miteinander verband. Auf einer Familienfeier erzählte mir meine Cousine begeistert von einem “Yoga Holiday” auf Kreta, von dem sie gerade zurück gekehrt war. Es sei das Beste, was sie je gemacht hatte, schwärmte sie.

Also buchte ich zwei Wochen Ashtanga Vinyasa Yoga bei Derek Ireland und Radha in “The Practice Place” (heute Yoga Plus) und reiste 4 Wochen später, ohne das kleinste bisschen Vorbereitung dort hin. In den folgenden zwei Wochen wurde ich in die komplette erste Serie des Ashtanga Yoga eingeführt – das wäre heutzutage undenkbar!

 

Ich fuhr nach Hause mit der von Derek gesprochenen ersten Serie auf Kassette und übte im Wohnzimmer meiner WG in Bamberg. 1998 lernte ich in Hamburg Dena Kingsberg kennen und fühlte mich zum ersten Mal in meinem Leben angekommen. 2002 ging ich dann für 3 Jahre nach Australien, um meine Yogalehrerausbildung bei ihr zu machen.

 

Wenn ich auf meiner Matte bin, fließen Elemente des Asthanga Vinyasa Yoga mit anderen Yoga Stilen zusammen, die ich im Laufe der Jahre von Lehrern kennen gelernt habe, die mich inspiriert haben: Meine Shiatsu Lehrerin Britta Oßenbrüggen, Ana Forrest, Katchie Ananda, Daniel Strausser.

 

Die Ideen und Themen für meine Workshops entstehen oft auf meiner Matte, manchmal aber auch ganz einfach aus den Herausforderungen meines Alltags oder aus Gesprächen mit anderen heraus. Dann überlege ich, wie ich sie am besten über den Yoga transportiere – ob durch eine dynamisch-kraftvolle Praxis, eine Yin Praxis, ein achtsamkeitsbasiertes Hatha Yoga oder einer Kombination.

 

Meine Absicht ist es, meinen TeilnehmerInnen über die Asanas, Atemübungen und Meditationen Erkenntnisse und Erfahrungen zu ermöglichen, die sie zu mehr wohlwollender Akzeptanz und Selbstliebe führen und die ihnen einfach gut tun – auf allen Ebenen.

 

Yogareich:  

Was magst Du besonders am Yoga und wie verbindest du dieses mit Deinem persönlichem Leben?

Eva Kamm

Eva:  

Ich liebe am Yoga, dass er so vielseitig und vielschichtig ist und dass es immer etwas neues Wertvolles zu entdecken gibt, die Reise hört nie auf.

 

Abgesehen davon, dass ich mich einfach IMMER besser fühle, nachdem Ich Yoga geübt habe – egal ob ich 10 Minuten auf der Matte war oder 2 Stunden – begeistert mich am Yoga, dass er Menschen zusammen führt, die bewusst oder unbewusst ihrem inneren Ruf folgen, sich etwas Gutes zu tun und über sich selbst hinaus zu wachsen.

Das berührt mich immer wieder und ich bin sehr, sehr dankbar dafür, an einem Ort und in einer Gesellschaft leben dürfen, in der das möglich ist.

 

Die sichere Umgebung, die Zeit, die Mittel und das Bewusstsein zu haben, Yoga zu üben – was für ein Privileg!! Wenn am Ende einer Yogaklasse alle in Savasana liegen und sich diese friedliche Stille ausbreitet, dann habe ich immer wieder einen totalen Liebe-und-Dankbarkeits-Flash.

 

In meinem Alltag nehme Ich mir so oft ich kann Zeit auf der Matte für Asanas und Meditation. Wenn Ich es mal ein paar Tage lang nicht schaffe, wird das innere Bedürfnis so groß, dass Ich mir wieder Zeit dafür frei schaufele.

 

Atembewusstseinsübungen kann man immer machen und Ich habe es mir angewöhnt, immer mal wieder im Laufe des Tages inne zu halten und bewusst zu atmen. Wenn Ich am Computer arbeite oder lerne tue Ich das in der Regel auf dem Boden, eine perfekte Gelegenheit für Hüftöffner.

Mein aktuelles persönliches Yogaprojekt besteht darin, möglichst nur EINE Sache zur Zeit zu machen und in den kleinen Pausen, die sich hier und da in meinem Alltag ergeben, “einfach” nur zu sein und NICHT zum Handy zu greifen oder was zu lesen oder schnell mal eben noch irgend eine Tätigkeit dazwischen zu schieben. Als Mutter, Partnerin, Freundin, Yogalehrerin und Körperarbeiterin habe Ich täglich unendlich viele Möglichkeiten, Yoga zu üben im Sinne von Achtsamkeit und (Selbst-)Mitgefühl.

 

Wenn einmal keine Zeit ist für Meditation auf dem Kissen, mache ich Wäsche zusammen legen oder Kochen zur Meditation.

 

Yogareich: 

Was sind Deine Visionen in Bezug auf Yoga und auf Deine Arbeit als Heilpraktikerin?

 

Eva:  

Ich bin davon überzeugt, dass Yoga mir das Leben gerettet hat. Der Yoga und die Begegnungen, Reisen und Erfahrungen, die ich durch ihn gemacht habe, sind elementarer Bestandteil meiner Heilung von Essstörungen, Ängsten und Unsicherheiten, mit denen ich viele Jahre zu tun hatte. Meine Vision für meine Arbeit als Heilpraktikerin ist, dass dort alles in einem therapeutischen Rahmen zusammenfließt, was ich in den letzten fast 20 Jahren gelernt habe: Yoga, Körperarbeit, energetisches Heilen, Focusing. Yoga kann bei so vielen Themen Heilung unterstützen – Ernährung, Stress, mangelndem Selbstwert und -vertrauen, Angst, schwere Erkrankungen etc.. Ein Teil meiner Arbeit wird also auf jeden Fall der therapeutische Einsatz von Yoga sein.

 

 

 

Wir danken Dir ganz herzlich für dieses offene Interview und freuen uns auf unser gemeinsames Event.

 

Euer Yogareich

 

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Sunita Ehlers

Auf dem Yoga – reich Blog schreibe ich, Sunita, über Themen rund um einen gesunden Lifestyle. Ich bin ausgebildete Yogalehrerin (AYA), aktive Referentin der Yogalehrerausbildung, Yoga & Lifestyle Bloggerin und Podcasterin (Living a good – healthy – Life)

Zu meinen Themen & Kursgebieten gehören Hormonyoga/Personal Training/ Vinyasa Yoga/Hatha Yoga/Yin Yoga/ Ayurveda Yoga / Meditation und alles was zu einem achtsamen Leben dazugehört.

Ausbildung:

Studium der Personal-und Organisationsentwicklung

Ausbildung zur Kauffrau im Luftverkehr

Heilerzieherin

Mir ist wichtig, das es nicht nur um das Geld verdienen geht, der Spass an der Sache und auch die soziale Mit-Verantwortung liegen mir sehr am Herzen. Aus diesem Grund engagiere ich mich ehrenamtlich bei Lokstedt in Motion, ein Projekt zur Integration geflüchteter Kinder durch Yoga(Organisation & Yogakurse) und EBY Eat_Breathe_Yoga Yoga bei Essstörungen (Projektleitung, eine Initiative von Yoga für alle e.V.)



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