Es gibt immer 2 Seiten…

Es gibt immer 2 Seiten und wie wir es schaffen, diese auch sinnvoll zu nutzen…

Ich starte gerade wieder einen Selbstversuch und möchte Euch einladen, mitzumachen, es geht darum das es immer 2 Seiten gibt, Yin und Yang, Vorne und Hinten, Rechts und Links, Oben und Unten usw.

In meinen Yogakursen unterrichte ich gern so dass Du als Teilnehmer wieder zu einem Bewusstsein für Deinen Körper kommst, lernst wieder wahrzunehmen, wie unterschiedlich – oder eben auch nicht – sich Deine Körperhälften anfühlen. 

Es ist nämlich  so das wir meistens im Leben die eine Seite viel mehr nutzen, als die andere, Rechtshänder die rechte Hand, Linkshänder die Linke, der eine sieht sich viel vorne aber spürt den Rücken und das Hinten kaum mehr. Hattest Du einmal Probleme mit Deinem Rücken, der Muskulatur oder den Bandscheiben, merkst es immer noch? Auch dann nutzt Du meistens die eine Seite aktiver als die andere, denn ganz automatisch funktioniert unser Körper so  und das gilt es auszugleichen, dem entgegenzuwirken. Es gibt nicht IMMER nur Power, sondern auch Ausruhen, nicht immer nur Aktiv, auch Passiv, nicht nur oben sondern auch unten…

Verbinde Deine beiden Körperseiten, Körperhälften wieder mehr  miteinander und komme so Stückchen für Stückchen mehr in den Einklang mit Dir selbst. 

Daher mache gern mit und  teste doch mit mir einmal die nächsten Tage, wie es sich anfühlt, wenn Du immer genau die andere Hand nutzt, angefangen beim Zähneputzen, nutze die linke Hand, wenn Du sonst immer rechts nutzt. Schneide Dein Frühstück mit der Dir nicht einfach fallenden Hand, nutze die andere. Schliesse die Tür mit der Hand auf usw. Passe hier aber bitte auf, das Du konzentriert bist, denn mit der Hand etwas zu tun, wofür wir sonst IMMER die andere nutzen, kann manchmal ganz schön schwer fallen.

Du wirst aber sehen, je öfter Du die Muskulatur der dir ungewohnteren Hand nutzt, umso besser kannst Du sie wieder einschätzen und das Benutzen fällt Dir zunehmen leichter. 

Verbringe so den Tag, nutze die Dir ungewohntere Hand, für alles was machbar ist und schaue Dir selber über die Schulter, wie oft Du in Automatismen funktionierst, in denen es eigentlich Spass macht, vollkommen aufmerksam zu sein. Du schulst so nicht nur Deine Muskeln, auch die Fokussierung wird aktiviert.  Wenn Du normalerweise mit dem rechten Fuss den ersten Schritt die Treppe hochgehst, nimm die nächsten Tage den linken zuerst, denke um und lerne Deine “vernachlässigte” Körperhälfte wieder besser kennen und besser zu nutzen.

Wenn das alles Dir einigermaßen leicht fällt, kannst Du natürlich noch dazu übergehen, auch in Deinem Bewusstsein einmal die andere Körperhälfte, das dir ungewohntere zu aktivieren. Beispiele hierfür sind:

  • Spüre einmal in Deine Wirbelsäule, nimm wahr wie sich der hintere Teil deines Körpers anfühlt, nicht immer “nur” der vordere. Der hintere wird nämlich leicht einmal vernachlässigt
  • Wenn Du dich gern in Deinen Kursen die Du besuchst auf der linken Hälfte im Raum platzierst, versuche doch diese Woche einmal genau die andere Seite und spüre in Dich hinein; was löst das in Dir aus? Wie fühlt es sich an?
  • Parke Dein Fahrrad doch einmal genau dort, wo du es sonst nicht abstellen würdest, setzte Dich in der U-Bahn einmal auf genau den Platz, der sonst eher nicht in Frage kommt. Natürlich alles ganz bewusst und nur wenn es sich – zwar ungewohnt – aber gut anfühlt.
  • Wenn Du eher ein – aus dem Bauch Entscheider – bist, analysiere heute einmal, wenn Du gern analysierst, versuche Deine Intuition zu spüren und zu schärfen usw.

Versuche Dein Bewusstsein zu erweitern, komme aus Deiner ganz persönlichen Komfortzone heraus und nimm ganz bewusst wahr, was das bei Dir auslöst.

In einem Artikel der Huffingtonpost erklärt Friedhelm Erkens (Mediziner) folgendes:

Erkens: Wir verzichten dauerhaft auf bis zu 50 Prozent unserer Leistungsfähigkeit. Das Ergebnis sind Manager, denen fachlich niemand etwas vormachen kann, die aber bei den Mitarbeitern nicht gerade beliebt sind. Verkäufer, die sämtliche Rekorde brechen, deren Leistung aber radikal abfällt, sobald sie festen Strukturen und Regeln folgen müssen.

Außerdem erzeugt einseitige Hirndominanz Druck und kann Ursache vieler Krankheiten sein. Zum Beispiel treten Migräne und Schmerzen am Ischias-Nerv fast immer einseitig auf.

Du siehst also, im geistigen,wie auch muskulären Bereich ist es sinnvoll, beide Seiten aktiv zu halten. Nichts verkommen zu lassen und die Kapazitäten zu nutzen,die Du eigentlich besitzt….

Ich kann Euch sagen, mir fällt dauernd mein Wohnungsschlüssel aus der linken Hand, weil  anscheinend meine Handmuskulatur dort vollkommen vernachlässigt wurde die ganzen letzten Jahre, aber ich merke auch, je öfter ich es wiederhole, desto einfacher wird es diese Hand einfach mal mehr und mehr in meinen Alltag zu integrieren. …Auch bin ich ein ganz starker Emotions-Bauchentscheider, aber wenn ich es denn schaffe in einer emotionalen Situation innezuhalten und logisch zu überdenken, tut es einfach gut! Entscheiden kann ich dann ja immer noch aus dem Bauch heraus… aber ich nutze immerhin die Kapazitäten, die das Leben mir bietet…und das ist allemal einen Versuch wert. (auch wenn es natürlich nicht IMMER gleich und ganz EINFACH klappt… aber das ist auch gut so, denn so gibt es immer weiter was zu lernen …)

Probiert es gern einmal aus, es lohnt sich.

Vielleicht hast Du ja auch Lust einmal Deine Erfahrungen mitzuteilen. Lasst es mich wissen, auch gern wieder via PN.

Namastè Euer Yogareich, Deine Sunita

Sunita Ehlers Yogareich Blog, Yogalehrerin (AYA), Ausbilderin, Bloggerin und Podcasterin (Living a good - healthy - Life) Hormonyoga/Personal Training/ Vinyasa Yoga/Hatha Yoga/Yin Yoga/ Ayurveda Yoga Teacher Studium der Personal-und Organisationsentwicklung Ausbildung zur Kauffrau im Luftverkehr Heilerzieherin

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