Eine Yogastunde der besonderen Art – inspiriert durch Karo Wiebel

Eine Yogastunde der besonderen Art – inspiriert durch Karo Wiebel 

Eigentlich finde ich ja jede Stunde, jede Class, jeden Workshop auf seine Art und Weise besonders. Aber ihr kennt das sicherlich, es gibt Dinge,  die gesagt werden, Asanas die praktiziert werden, Musik die gespielt wird; die dann irgendwie besonders sind oder aber dich einfach in dem Moment besonders ansprechen.

 

So auch die wunderbare Yogastunde von Karo, zu der ich sowieso gerne gehe, in der Kaifu-Lodge vor einiger Zeit.

Das von ihr gewählte Thema der Stunde war Ganesha  – der wohl am meisten geliebte und verehrte Gott im hinduistischem Raum – und inspiriert durch diese Class, die mich zum Nachdenken angeregt hat, möchte ich Euch nicht vorenthalten was diese wohl einzigartige Gottheit so alles kann und bewirkt.

 

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Wer schon einmal in Indien war, der weiss das Ganesha dort fast allgegenwärtig ist, im Taxi vorne am Spiegel baumelnd genauso beliebt wie Bider in Tempeln und als Statuen stehend.

Es gibt kein hinduistisches Ritual, in dem Ganesha nicht zu allererst angebetet wird, bei Einschulungen, Geschäftsabschlüssen, vor Abschlussexamen oder Eheschließungen, Ganesha kann eigentlich IMMER helfen.

Er ist der Glücksbringer bei Unternehmungen, denn er räumt Hindernisse aus dem Weg. Materielle genauso wie geistige Hindernisse. Alles Übel kann von ihm verbannt werden.

Ganesha ist

  • Gott der Weisheit
  • Gott der Wissenschaft
  • Gott des Neuanfanges

 

Wie aber ist Ganesha zu seinem Aussehen gekommen:

Unzählige Mythen erzählen, wie Ganesha zu seinem Elefantenkopf kam. Eine der bekanntesten berichtet, dass er von der Göttin Parvati geschaffen wurde. Ihr Gemahl, Gott Shiva hatte sich zurückgezogen, sie war einsam und wünschte sich ein Kind. So formte sie Ganesha. Als Shiva diesen Jungen dann sah, schlug er ihm den Kopf ab, da er dieses für ihn fremde Wesen ja so gar nicht einschätzen konnte, ihn einfach nicht kannte und daher wütend wurde. 

Seine Gemahlin war so erbost und traurig darüber, das Shiva sich dann doch bereit erklärte, Ganesha wieder ” herzustellen”.

So versprach Shiva, ihm den Kopf des ersten Wesens zu geben, das ihm begegnete und das  war ein Elefant. 

 

Ich weiss, diese Geschichte wird von vielen Menschen unterschiedlich wiedergegeben, aber dennoch ähnelt sie sich immer wieder und ist letztendlich symbolisch zu deuten, der riesige Elefantenkopf bedeutet Intelligenz, Ganesha schaut gutmütig und liebevoll aus, er sorgt dafür das sich Hindernisse auflösen und dann hilft er dabei, diese davon zu tragen.

Er hat auch einen ziemlich dicken Bauch – wenn man das so sagen darf – denn er liebt Süsses. Dennoch ist er sehr beweglich, tänzelt und liebt Yoga.

In einer seiner Hände hält er einen Treibstock, dieser hilft ihm die Menschen dazu anzutreiben Hindernisse loszuwerden, sie aus dem Weg zu räumen. Die Schlinge ist sein Werkzeug, die Hindernisse einzufangen.

Mit seinem Rüssel hält eine Süßigkeit, die uns lehrt, dass man die süße Seite der Seele entdecken muss. Seine grossen Ohren lehren uns, das er ein offenes Ohr hat – für jedermann.

Um seinen Bauch windet sich eine Schlange, die Energie in jeglicher Form repräsentiert. Und schließlich ist er bescheiden genug, auf der niedrigsten der Kreaturen, einer Ratte, zu reiten.

 

Ganesha eben, liebevoll, gutmütig und sehr weise.

Mich hat es dazu angeregt, einmal über meine ganz persönlichen Hindernisse nachzudenken, sie durch Yoga; mithilfe von Ganesha zum bröckeln zu bringen, langsam aufzulösen. Das dauert ja bekanntlich –  je nach Grösse des Hindernisses – ein wenig, aber jedes noch so kleine Bröckeln zählt.

Und so lade ich Euch ein, in den nächsten Tagen einmal innezuhalten und zu meditieren, stelle Dir diesen wunderbaren Gott vor, wie er Dir hilft Deine ganz persönlichen Hindernisse aus dem Weg zu räumen und erfreue Dich an dem Neubeginn der auf Dich zukommt, so wie ich es tue. Und wenn das zur Zeit noch nicht das für Dich Richtige ist, dann hilft es Dir evtl auch schon ein wenig, Dir einfach Dein Hindernis, das was Dir im Weg steht, Dich bremst oder blockiert zu vergegenwärtigen und Dich in Gewissheit zu wiegen, das wenn Du soweit bist es aufzulösen, der liebevolle Elefantengott Dir sicherlich gerne dabei hilft.

Ich danke Dir, liebe Karo für diese Anregung, die Du uns in der Stunde gegeben hast.

Namastè Dein Yogareich

 

Sunita

 

P.S. sag mir gern Deine Meinung zu Ganesha und den Göttern die Dir ganz persönlich wichtig sind und sie Du mit ihnen umgehst.

Bildquelle: nn-seireido-naganada.com

 

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