Lifestyle// Der ayurvedische Tageszyklus

Yoga und Ayurveda, unglaublich, was man mit beiden bewirken kann. Manchmal sind es die kleinen Dinge, die das Leben grossartig verändern. Seitdem ich mich (fast immer) an dem ayurvedischem Tageszyklus orientiere habe ich viel mehr Energie und kann meine Ressourcen bedeutend besser nutzen. Kennst Du ihn schon? Schau mal her.

Der natürliche Tageszyklus im Ayurveda

 

Vata mit den Elementen Äther/Luft hat seine Zeit von 02:00-06:00 und von 14:00-18:00 Uhr.

 

Kapha mit den Elementen Erde /Wasser hat seine dominante Zeit von 06:00-10:00 und von 18:00-22:00 Uhr

 

Pitta mit den Elementen Feuer/Wasser hat sein Hoch wiederum von 10:00-14:00 und von 22:00-02:00 Uhr.

 

Was aber bedeutet das im Genauen?

 

Gegen 6 endet frühmorgens die erste Vata bedingte Luft – und Bewegungsphase des Tages. Frei werdende Energien die sich bewegen wollen. Diese Zeit ist super um aufzustehen, ein frischer Start in den Tag ist viel wahrscheinlicher,wenn Du schon vor 6:00 aus den Federn kommst und nicht erst um 06:30. Ein kleiner, aber feiner Unterschied. Denn die Elemente Äther und Luft verhelfen Dir, mit Leichtigkeit aus dem Bett zu kommen und diese Leichtigkeit dann im Idealfall mit durch den Tag zu nehmen. Hier kann Dein Stoffwechsel sanft starten und die Bewegungsenergie hilft Dir dabei Deine Verdauung anzuregen sodass die Ausscheidung problemloser stattfinden kann.

 

Die Zeit danach, so ab 06:00 beginnt die ruhigere und stabilere Kapha Phase des Tages. Hier ist es sinnvoll, Routinemaßnahmen stattfinden zu lassen. Die ayurvedische Morgenroutine zum Beispiel. (Ölziehen, Zungenschaben, Massagen) Kapha sorgt für Flüssigkeitsansammlungen und Stagnation, Ruhe und Schwere liegen nun im Vordergrund, diese gilt es sanft auszutreiben. Harmonisierende Ölmassagen oder aktivierende Trockenmassagen und Ölziehen helfen Dir dabei die Schleimansammlungen im Mundraum und im Magen-Darm-Trakt anzuregen. Meditation, Atemübungen und sanfte aber aktivierende Yogaübungen sind in der Zeit sinnvoll und unterstützen uns mit einem ruhigen und sanftem Geist.

Das Frühstück fällt meistens in die Kapha Zeit und sollte daher leicht bekömmlich sein, gut verdaulich und warm. Denn unser Verdauungsfeuer ist noch nicht auf dem Höchststand, warmer Brei, eine warme Kurkumamilch mit leckeren Gewürzen und frischem Obst eignen sich hervorragend um in den Tag zu starten. (Das Obst sollte auch gekocht oder gedünstet sein, so ist es leichter verdaulich!)

Der Vormittag bis 10:00 ist durch Kapha geprägt, daher eignet er sich wunderbar um wichtige Arbeiten des Tages zu erledigen. Geduld, Kapha versorgt uns mit einem guten Durchhaltevermögen.

Zum Mittag dann ist Pitta aktiv, das Verdauungsfeuer ist auf hoher Stufe. Sogar schon ab 10:00 Uhr. Wir spüren die Energie, geistig und körperlich. Ein fokussiertes arbeiten ist nun möglich, der Stoffwechsel ist aktiv. Auch sollte die Hauptmahlzeit  in diese Zeit fallen, sie sollte im Idealfall gegen 12:00 Uhr eingenommen werden. So kann das Agni (unser Verdauungsfeuer) die Nahrung gut verarbeiten. Zum Mittag kannst Du ruhig etwas reichhaltiges essen. Ein Salat kann um diese Zeit auch gut verstoffwechselt werden. Aber natürlich sollte es nich zu schwer und nicht zu viel sein. Das Essen sollte so ausfallen, das Du Deinen Magen zu 2/3 füllst und noch Energie hast um am Nachmittag voller Elan zu sein. Danach ein kleiner Power Nap oder ein kurzer Spaziergang wirken wahre Wunder um anschliessend aktiv weiter arbeiten zu können.

Der Nachmittag wiederum eignet sich für kommunikative Tätigkeiten, hier ist Vata aktiv. (Bewegung, Kommunikation, Kreativität) Grundsätzlich sind hier kreative Aufgaben sehr gut. Bewegung und Sport funktionieren jetzt auch, bis ca 18:00 Uhr.

 

Ab 18:00 ist wieder Kapha aktiv, der Stoffwechsel fährt langsam wieder runter und unsere mentale Aufmerksamkeitsspanne ebenso. Jetzt kommt die Zeit der Ruhe. Entspannung und Langsamkeit stehen nun im Fokus und PC, Laptop usw. sollten im Idealfall ausgeschaltet sein. Die Trägheit des Kapha sollte lieber genutzt werden, um das Einschlafen zu erleichtern um so den Schlaf wiederum zu nutzen um am Tage in voller Energie zu leben.

In der Nacht ab ca 22:00 ist Pitta aktiv, dies bezieht sich vor allem auf die Stoffwechelprozesse im Körper. Die Zellen regenerieren sich, Hormone werden produziert. Achte darauf, vorher nicht zu schwer zu essen, denn dann wäre der Körper mit der Verdauung beschäftigt, anstelle von sich auf Erneuerung und Regeneration fokussieren zu können. In der Phase werden Eindrücke des Tages verarbeitet und neu Erlerntes wird gefestigt. In der ersten Nachphase schlafen wir fester und tiefer, als in der darauffolgenden Phase.

Ab ca 2:00 ist Vata wieder dominant, nun wird der Schlaf etwas leichter. (Bewegung) Bei einer Vata Empfindlichkeit kann dies sogar zu Schlafstörungen führen. (Wachwerden so gegen 2:00 /3:00 Uhr) Wurde die vorherige Pitta Phase optimal genutzt um den Körper nach der nächtlichen Reinigung wieder mit neuer Energie zu versorgen, so werden wir optimal auf den kommenden Tag vorbereitet.

 

Kleine Veränderungen mit grosser Wirkung

 

Eigentlich verändert sich Dein ganzes Leben, sobald Du Dich mit diesen winzigen Details auseinandersetzt. Es fühlt sich einfach richtig und stimmig an. Und nicht nur die Bewegungen und Ananas aus dem Yoga helfen dabei, Dich zu zentrieren und auszurichten, auch Ayurveda bietet mit der Auswahl der Lebensmitteln, der Gewürze oder eben dem Tagesablauf so einiges, was dazu beiträgt, Dich vollkommen in Balance zu bringen. Ich sage bewusst zu bringen und nicht zu halten, denn eines ist klar: Sobald wir das Gefühl kennen, wie es ist, wenn wir uns in vollkommener Balance wissen dann lieben wir es. Aber wie so oft im Leben ist es dann die wahre Kunst, dieses Gefühl so zu verinnerlichen, dass wir es ständig verspüren. Denn die Tücken des Lebens lauern überall. Der natürliche Tageszyklus im Ayurveda ist eigentlich wie alles im Ayurveda total logisch und einfach. Trotzdem haben wir alle es im Laufe des Lebens irgendwie aus den Augen verloren, es irgendwie nicht verinnerlicht, was uns die Mutter Natur schon so lange vormacht.

 

Also, ihr Lieben. Geniesst diese wunderbare Natur und sagt mir mal ob ihr die natürlichen Stärken des ayurvedischem Tageszyklus nutzt und wie sie Euch durch einen entspannten Tag verhelfen.

 

Namastè Deine

 

Yogalehrerin-aus-hamburg-Bloggerin

Sunita Ehlers
Auf dem Yogareich Blog schreibe ich, Sunita, über Themen rund um einen gesunden Lifestyle. Ich bin ausgebildete Yogalehrerin (AYA), aktive Referentin der Yogalehrerausbildung, Yoga & Lifestyle Bloggerin und Podcasterin (Living a good - healthy - Life)
Zu meinen Themen & Kursgebieten gehören Hormonyoga/Personal Training/ Vinyasa Yoga/Hatha Yoga/Yin Yoga/ Ayurveda Yoga / Meditation und alles was zu einem achtsamen Leben dazugehört.
Ausbildung:
Studium der Personal-und Organisationsentwicklung
Ausbildung zur Kauffrau im Luftverkehr
Heilerzieherin
Ich liebe das Schreiben und sehe es als Ausdruck dessen, was mir am Herzen liegt.Wenn Business Spaß macht ist es ein unglaubliches Gefühl. Authentizität und Liebevoller Umgang sind mir genauso wichtig, wie soziale Verantwortung. Aus diesem Grund engagiere ich mich ehrenamtlich bei Lokstedt in Motion, einem Projekt zur Integration geflüchteter Kinder durch Yoga(Organisation & Yogakurse) und EBY Eat_Breathe_Yoga, Yoga bei Essstörungen (Projektleitung, eine Initiative von Yoga für alle e.V.)

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