Ayurveda// Mit Ayurveda durch den Sommer

Die Doshas im Ayurveda, bestimmt durch die Elemente der Natur wirken in den Jahreszeiten auf allen Ebenen. Vata, Pitta und Kapha, die Grundkonstitutionen stehen jeweils für sich für individuelle Zusammensetzungen der Elemente und sorgen so für eine entsprechende Funktionsweise im Körper und Geist. Für eine gesunde und harmonische Funktionsweise unserer Körper ist es von großer Bedeutung, das die Doshas im Gleichgewicht sind. (Bei jedem Menschen unterschiedlich!)

Vata, bestehend aus den Elementen Luft und Raum. Das Wetter ist dann eher kalt, trocken, rau und windig. (Oktober bis Februar)

Kapha, bestehend aus den Elementen Wasser und Erde. Mit nass- kaltem Wetter und viel Feuchtigkeit. (November bis Dezember)

Pitta, bestehend aus den Elementen Feuer und Wasser. Das Wetter ist dann eher warm und heiß mit trockener Hitze. (Juli bis Oktober)

Auch hier gilt wieder: Gleiches verstärkt Gleiches. Wenn Du also dazu neigst, im Sommer stark zu schwitzen, dann solltest Du nicht noch zusätzlich Lebensmittel zu Dir nehmen, die von Innen für Hitze im Körper sorgen. Vielmehr sind hier dann kühlende Komponenten angebracht.

Gerade in der heißen Jahreszeit können Pitta beruhigende Komponenten viel bewirken. So kommst Du entspannt durch den Sommer.

Pitta verstärkt: Stress, Alkohol, stark gewürzte Speisen. Auch scharfe Speisen erhöhen Pitta im Körper. Unter anderem sind zum Beispiel Grapefruits oder Ananas nicht so günstig, wenn Du sowieso schon im Sommer viel Feuer in Dir hast. Auch rote Beete und Karotten sind suboptimal in der Sommerhitze. Was ausserdem reduziert werden sollte sind, Käse, saure Früchte im allgemeinen, Chilli und Pfeffer, aber auch rotes Fleisch und Paprika.

Pitta ausgleichend hingegen sind: Ruhe und regelmäßige Mahlzeiten. Auch Sport der mässig und ohne Wettbewerbscharakter stattfindet hilft das Feuer in Dir zu beruhigen. Kühlende Lebensmittel ebenso. Hierzu zählen: Gurke, Kokosnuss, Basmati Reis und auch Hülsenfrüchte. Auch gut sind in den warmen Sommermonaten Gerichte mit Weizen. Gemüsesuppen gehen immer, auch an heißen Tagen. Gut sind unter anderem: Koriander, Fenchel, Kardamom, Zimt oder Safran in dieser heißen Jahreszeit. Kokosöl kann wunderbar auch beim Kochen und Backen zum Einsatz kommen.

 

Auch kannst Du mit Ölen der Hitze entgegensteuern. Hier ist es wieder wichtig, das Du kühlende Öle verwendest. Kokosöl ist natürlich optimal im Sommer. Versuche auch in warmen Zeiten die Getränke nicht zu kalt zu Dir zu nehmen, sie kühlen Dein System zu plötzlich runter. Das tut nicht gut. Besser sind Getränke auf Zimmertemperatur.

Zu kalte Getränke reduzieren Dein Agni (Verdauungsfeuer), welches im Sommer sowieso schon eher niedrig ist. Die steigenden Temperaturen bringen unseren Körper dazu das Pitta (welches in Form von Hitze von aussen kommt) mit Kühlung (von innen) auszugleichen. Er reduziert so ganz automatisch das Agni (Hitze von innen in Form vom Verdauungsfeuer) um die Wärme zu drosseln. Dies führt zu einer Verlangsamung des Stoffwechsels. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Ernährung dem gedrosselten Verdauungsfeuer anzupassen.

Was tun bei Sonne:

  • setz Dich nicht zu lange direkter Sonneneinstrahlung aus
  • creme Dich mit einem Sonnenschutzmittel ein, auch im Schatten
  • trage luftige und im Idealfall lange Kleidung mit einer geeigneten Kopfbedeckung
  • Aloe Vera Gel oder Kokosöl tun der Haut nach einem Sonnentag gut
  • verzichte dennoch nicht auf die morgendliche Ölmassage, auch hier wirkt ein Kokosöl wohltuend
  • reduziere saure und scharfe Nahrungsmittel und nimm die Mahlzeiten (gerade jetzt) nur zu Dir, wenn Du auch wirklich Hunger verspürst
  • leichte Speisen helfen dem Körper in den heissen Tagen, Gemüsesuppen, Reis oder (mittags) ein Salat
  • verzichte trotzdem am Abend auf Rohkost
  • trinke am Tage gern zimmerwarmen  Pfefferminztee oder ein Wasser mit Zitrone. Selbstgemachte Lassis mit Kokosmilch kühlen auch von innen wunderbar
  • Nimm Deine Hauptmahlzeit mittags zu Dir (hier geht, wie gesagt auch ein Salat)

 

Grundsätzlich brauchen wir nun leichte Nahrung. Grillen und Co sind nicht so gut für unseren Körper, auch wenn es so wunderbar nach Sommer riecht. Die starke Hitze die beim Grillen entsteht setzt unserem Feuer eher noch zu als das es gut tut. Übrigens, Joghurt und Quark wirken zwar kühl, erwärmen aber den Körper von innen. Daher nicht zu empfehlen.

Wohltuend an heißen Tagen ist auch eine Kopfmassage mit Kokosöl oder einem anderen Pitta ausbalancierenden Öl. Das Öl kann abends aufgetragen werden und sanft in die Kopfhaut einmassiert werden. Du kannst es super über Nacht wirken lasen und es am kommenden Morgen auswaschen. Öl lässt sich gut und einfach entfernen, wenn Du das Shampoo auf die trockenen Haare aufträgst und erst danach mit Wasser ausspülst.

 

Du bist, was Du ißt

Aus ayurvedischer Sicht kannst Du im Sommer leicht in eine nicht so optimale Ernährungsweise rutschen. Heiße Grillwürstchen, kalte Eisspeisen. Eisgekühlte Getränke, viel Rohkost und abends der Alkohol bedeuten für den Körper eine enorme Herausforderung. Eine Verstoffwechselung die fordert. Hautirritationen und Entzündungen als Nebeneffekt. Der Körper hat so viel damit zu tun, für uns das Verdauungsfeuer in Gang zu halten, das er keine Kapazitäten mehr frei hat, sich um andere Dinge zu kümmern. Das muss nicht sein.

Namastè Deine

Yogalehrerin-aus-hamburg-Bloggerin

Yogareich, Dein persönlicher Blog über Yoga, Gesundheit und alles was Dich bewegt..

Sunita Ehlers
Ich bin ausgebildete Yogalehrerin (AYA), aktive Referentin der Yogalehrerausbildung, Yoga & Lifestyle Bloggerin und Podcasterin (Living a good - healthy - Life) und Yoga & Ayurveda Lifestyle Coach
Zu meinen Themen & Kursgebieten gehören Hormonyoga/Personal Training/ Vinyasa Yoga/Hatha Yoga/Yin Yoga/ Ayurveda Yoga / Meditation und vor allem ein ganzheitliches Yoga & Ayurveda Lifestyle Coaching.
Ich liebe das Schreiben und sehe es als Ausdruck dessen, was mir am Herzen liegt.Wenn Business Spaß macht ist es ein unglaubliches Gefühl. Authentizität und liebevoller Umgang sind mir genauso wichtig, wie soziale Verantwortung.

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